Baltic Sea Philharmonic

Baltic Sea Philharmonic

Das Baltic Sea Philharmonic tritt an, die Präsentation und Aufführung von Musik im 21. Jahrhundert zu revolutionieren. Seine Konzerte sind einzigartige Erlebnisse, die Klang- und Lichtdesign sowie Projektionskunst und Choreografien zu einer einzigartigen Konzerterfahrung verschmelzen. Unter der mitreißenden Leitung seines künstlerischen Leiters Kristjan Järvi strahlen die Aufführungen ansteckende Leidenschaft und Energie aus. Mehr als das, ist das Baltic Sea Philharmonic eine Bewegung, die Menschen zusammenbringt; eine Gemeinschaft von Musikern aus zehn Ländern, die ebenso mühelos geographische, wie historische Grenzen überwindet. Indem das Ensemble die ganze innovative und progressive Kraft des Nordens verkörpert, führt es dabei das traditionelle Verständnis vom Orchester weiter als je zuvor. „Das Baltic Sea Philharmonic ist ein lebendes, atmendes Wesen mit grenzenloser Energie und Enthusiasmus für das Neue – ein beispielloses Abenteuer“, sagt Kristjan Järvi.

Die Geschichte des Ensembles begann vor beinahe zehn Jahren auf der Ostseeinsel Usedom, am nordöstlichsten Rand Deutschlands. Thomas Hummel, der Intendant des Usedomer Musikfestivals hatte dort die Idee, ein neues multinationales Orchester zu gründen. Von der Idee überzeugte er die Nord Stream AG, den Betreiber der Gaspipeline durch die Ostsee. Sein Vorschlag: Wie könnte man besser die Zusammenarbeit und Verständigung der Ostseeländer zum Ausdruck bringen, als die besten jungen Musiker aus Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Norwegen, Polen, Russland und Schweden in einem großen Ensemble zu vereinen?

„Schon mit dem ersten Konzert des neu gegründeten Baltic Sea Youth Philharmonic in Riga 2008 war klar, dass wir es hier mit einem Orchester mit einer unglaublich starken Botschaft zu tun haben“, sagt Thomas Hummel heute rückblickend. Auch das Publikum spürte den positiven Geist und Politiker erkannten die Bedeutung. Und die Musiker des neuen Orchesters wussten, dass hier eine besondere Chance, aber auch große Verantwortung auf sie wartete: Sie waren nun nicht mehr nur Teil einer neuen, pulsierenden und internationalen Gemeinschaft, sie arbeiteten von nun an auch gemeinsam mit Kristjan Järvi, einem der charismatischsten Dirigenten unserer Zeit. Mit dem estnisch-stämmigen Järvi hat das Ensemble einen musikalischen Leiter voller Energie und großer Visionen. Der Kurator und Schöpfer Genregrenzen-sprengender Musikprojekte und Festivals von New York bis Gstaad, entfacht in den Musikern die unstillbare Neugier für besondere musikalische Erfahrungen, einen unternehmerischen Geist und die Lust, kreativ zu sein.

Mit steigender Reputation begann das Orchester regelmäßig zu touren. Es spielte bald in den prestigeträchtigsten Konzerthäusern und auf international renommierten Festivals in Europa, wie dem Festival „Sterne der Weißen Nächte“ in Sankt Petersburg, dem Bonner Beethovenfest oder dem Rheingau Musik Festival. Weltstars wie Julia Fischer und Valentina Lisitsa bis hin zu Jonas Kaufmann und Angela Gheorghiu begleiteten das Ensemble. Im Jahr 2012 dirigierte es Kurt Masur zur Eröffnung des Usedomer Musikfestivals, eine Zusammenarbeit die ein Jahr später wiederholt wurde. Das Ensemble spielte zudem auf dem Ostseeratsgipfels 2012 auf Einladung der Bundeskanzlerin, Angela Merkel, die es „als bezwingendes Beispiel“ lobte, „Musik als kraftvolles Medium grenzüberschreitender Kooperation und Integration zu nutzen“. Für seine Leistungen ehrte die europäische Kulturstiftung „Pro Europa“ das Baltic Sea Youth Philharmonic 2015 mit dem prestigeträchtigen Europäischen Kulturpreis.

Die wachsende internationale Bedeutung des Ensembles fand Widerhall in zunehmenden Education-Projekten. Die Aus- und Weiterbildung junger Menschen war immer ein Hauptanliegen und Mission des Orchesters und von Kristjan Järvi. Gemeinsam mit seinem Team international herausragender Dozenten arbeitet er mit den Musikern an der Weiterentwicklung professioneller Fähigkeiten und der Erweiterung ihrer musikalischen Horizonte. Diese Leidenschaft für die Förderung des musikalischen Nachwuchses führte schließlich 2013 zur Gründung der Baltic Sea Music Education Foundation, einem Trägerverein, der sich zum Ziel gesetzt hat, die vielseitigen Education-Projekte, die inzwischen das Coaching, Kammermusikensembles und Workshops für junge Dirigenten und Komponisten sowie Projekte mit Laienmusikern umfasst, zu festigen und voranzubringen. Ziel der Ausbildungsbemühungen ist es, der gegenwärtigen Musikergeneration das nötige Handwerkszeug zu geben, um als Musiker und Lehrer vor allem auch die nächsten Generationen zu inspirieren. Nirgendwo sonst wird dies deutlicher als in der Kooperation mit dem bahnbrechenden „Into the Music“-Projekt des Dänischen Rundfunks. Seit 2015 ermöglicht dieses Projekt gemeinsam mit dem Baltic Sea Philharmonic Konzerte für Tausende von Schülerinnen und Schülern aus dem ländlichen Dänemark, die bisher nie die Gelegenheit hatten live aufgeführte Orchestermusik zu hören.

Im Jahr 2016 mündete das zunehmende Bestreben Menschen weltweit zusammenzubringen und die Umwelt in den Mittelpunkt der Programme zu setzen in eine neue Phase internationaler Touren und innovativer Konzerterlebnisse. Umbenannt in „Baltic Sea Philharmonic“ tourte das Ensemble im April das Programm „Baltic Sea Landscapes“ gemeinsam mit dem Pianisten Alexander Toradze durch Lettland, Estland, Finnland und Russland. Die „Baltic Sea Discovery“-Tour im September des gleichen Jahres führte von Litauen, Russland, Polen und Dänemark nach Deutschland und war geprägt von der Zusammenarbeit mit Gidon Kremer und seiner Kremerata Baltica. Im selben Monat veröffentlichte Sony Classical eine Aufnahme des Ensembles von Richard Wagners Ring-Zyklus, arrangiert von Henk de Vlieger. Ende 2016 gab das Baltic Sea Philharmonic sein Debüt im Wiener Konzerthaus mit seiner „Swan Lake Show“: Die Musik verschmilzt mit Licht- und Sounddesign sowie Projektionskunst zu einem unvergesslichen Konzertereignis. Mit diesem gänzlich neuen Aufführungsformat geht das Orchester im Mai und August 2017 mit seinen Programmen „Waterworks“ und „Baltic Folk“ in Deutschland, Dänemark, Schweden und Italien auf Tour. „Waterworks“ zum Beispiel unterstreicht das Engagement des Baltic Sea Philharmonic für die Umwelt, indem es die lebensspendende Kraft des Wassers feiert. Gleichzeitig gratuliert das Ensemble mit dem Programm zum 80. Geburtstag des bekannten amerikanischen Komponisten Philip Glass mit Aufführungen seines zweiten Violinkonzerts und das für Orchester neu arrangierte „Aquas da Amazonia“. www.bmef.eu

 

 

„Es sollte ein Grund für ein Orchester geben, der nicht nur einfach darin besteht, Musik zu spielen. Wir erschaffen eine Bewegung, die die Menschen von Norwegen bis Russland zusammenbringt.“

Kristjan Järvi

 

„Nie zuvor in einem Orchester hatte ich diese Gefühle. Und ich hätte nie gedacht, so aktiv und mit so viel Leidenschaft zu spielen.“

Miranda Ehrlich, Kontrabassistin

 

„Eine makellose Aufführung, die gleichermaßen elektrifizierte und begeisterte, und eine, die Järvi zeigte, wie er das Haus zum Einsturz brachte... Er und seine Musiker schenkten dem Publikum ohne Zweifel eine lebensbereichernde musikalische Erfahrung.“

Michael Mustillo, The Baltic Times