Peenemünde war das größte Rüstungsprojekt des Dritten Reiches. Ab 1936 experimentierten Wissenschaftler und Techniker an den sogenannten „Wunderwaffen“ oder „Vergeltungswaffen“, die das Schicksal Deutschlands gegen Ende des Krieges noch wenden sollten. An kaum einer anderen historischen Stätte sind Nutzen und Risiken technischen Fortschritts offensichtlicher miteinander verwoben. So gilt die Peenemünder Rakete „Aggregat 4/V2“ heute als der Vorläufer aller militärischen und aller Raumfahrt-Trägerraketen. Peenemünde ist damit heute zu einem Brennpunkt im Umgang mit deutscher Geschichte geworden und zu einem Symbol für die Ambivalenz einer technischen Entwicklung. Die Turbinenhalle, in der einst Strom für die Raketenproduktion erzeugt wurde, steht seit 2002 dank einer Förderung aus EU- und Landesmitteln als Ausstellungs- und Veranstaltungshalle zur Verfügung.
Im Kraftwerk · 17449 Peenemünde |