Pressemitteilungen
Kurt Masur eröffnet 19. Usedomer Musikfestival
Drei Peenemünder Konzerte mit Masur, Hengelbrock und Sanderling in einer Saison
Kartenvorverkauf startet am 7. Dezember für ausgewählte Konzerthighlights 2012
Seebad Ahlbeck, 6. Dezember 2011
Pressemitteilung
Kurt Masur wird gemeinsam mit dem Festivalorchester Baltic Youth Philharmonic die Russland gewidmete 19. Saison des Usedomer Musikfestivals (15. September – 7. Oktober) in Peenemünde eröffnen. Die international hochgeschätzte Musikerpersönlichkeit wird mit dem BYP arbeiten und zudem einen Meisterkurs für junge Nachwuchsdirigenten geben. Kurt Masur war Schirmherr des 1. Usedomer Musikfestivals 1994. 2012 gibt er sein erstes Konzerte beim Usedomer Musikfestival.
Kurt Masur absolvierte bislang eine einzigartige Karriere als Dirigent, Dozent und gesellschaftlich, politisch engagierte und geachtete Persönlichkeit. Er war fast 30 Jahre lang Gewandhauskapellmeister in Leipzig, war Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker, des London Philharmonic Orchestra sowie des Orchestre National de France in Paris und dirigierte alle wichtigen Orchester der Welt. Für sein musikalisches Schaffen wurde Kurt Masur mit den bedeutendsten internationalen Auszeichnungen bedacht: u.a. 1999 Deutscher Fernsehpreis, 2002 Großes Verdienstkreuz mit Stern und 2010 Leo-Baeck-Preis. Der Förderung junger Musiker ist für ihn Verpflichtung und Herzens Angelegenheit zugleich. Heute widmet sich der 84-Jährige mit vielfältigen Projekten, Meisterkursen und Konzerten verstärkt dem musikalischen Nachwuchs.
Das Usedomer Musikfestival veranstaltet drei Konzerte am geschichtsträchtigen Ort in Peenemünde. Im ehemaligen Kraftwerk ist neben Kurt Masur und dem Baltic Youth Philharmonic das NDR Sinfonieorchester unter der Leitung ihres Chefdirigenten Thomas Hengelbrock zum Abschluss der Musiklandsaison MV zu erleben (21.09.). Das Akademische Sinfonieorchester Nowosibirsk, der NDR Chor, der Rundfunkchor Berlin und Gesangssolisten werden unter dem Dirigat von Thomas Sanderling am Tag der Deutschen Einheit die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven in Peenemünde interpretieren. Außerdem wird Tschaikowskys Vertonung von Schillers Ode an die Freude erklingen. Dies ist nur ein Beispiel für gemeinsame Geschichte zwischen Russland und Deutschland, die das 19. Usedomer Musikfestival für drei Wochen lang beleuchten wird.
Vom 15. September bis 7. Oktober werden unter dem Festivalschwerpunkt „Russland“ in Kirchen, Schlössern und Konzertsälen auf der Sonneninsel Usedom renommierte Künstler wie die Sopranistin Anja Silja, die Violinistin Isabelle Faust, der Bariton Stephan Genz, die Pianisten Lilya Zilberstein und Alexander Melnikov sowie Mitglieder der Berliner Philharmoniker gastieren. Zum ersten Mal ist es dem Usedomer Musikfestival gelungen ein Orchester in Residence einzuladen: Das Akademische Sinfonieorchester Nowosibirsk wird unter der Leitung von Thomas Sanderling insgesamt drei Konzerte auf deutscher und polnischer Seite der Insel Usedom geben. Für die Peenemünder Konzerte sowie weitere ausgewählte Konzerthighlights sind ab 7.12. 9:00 Uhr Karten zu bestellen.
Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de
Abschlussbilanz „Litauen – Farben hören, Töne sehen“
Über 13.000 Gäste beim 18. Usedomer Musikfestival
2012 ist Russland Schwerpunktland
Seebad Ahlbeck, 15. Oktober 2011
Mit barocken Klängen des Oratoriums „Der heilige Kasimir“ von Alessandro Scarlatti endete am Samstag, 15. Oktober, 20 Uhr, in der St. Petri Kirche in Wolgast das 18. Usedomer Musikfestival. Beginnend am 24. September, widmete sich das Festival in rund 40 Veranstaltungen der Musik und Kunst Litauens. Die dreiwöchige Veranstaltungsreihe zeigte eine facetten- und umfangreiche Präsentation der Musiklandschaft des baltischen Staates, wie sie sonst nur in Litauen selbst zu finden ist. 2011 konnte das Musikfestival die Besucherzahlen der letzten Saison, mit über 13.000 Gästen, bestätigen. Seit 2009 liegt die Auslastung bei 95%. 21 Veranstaltungen waren ausverkauft. NDR Kultur übertrug ein Peenemünder Konzerte live und wird, wie auch Deutschlandradio Kultur, weitere Veranstaltungen des diesjährigen Festivals senden. Zudem berichteten das Litauische Staatsfernsehen und die größte litauische Tageszeitung Lietuvos Rytas von der Festivalsaison.
Der litauische Premierminister Andrius Kubilius richtete am Freitag, 14. Oktober, in einem persönlichen Schreiben seinen Dank an den Intendanten Thomas Hummel: „Es freut mich besonders, dass an dem Usedomer Musikfestival die weltweit berühmten Künstler aus Litauen teilnehmen. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese wunderbare Möglichkeit nutzen werden, um unsere bilateralen Beziehungen zu festigen, zu fördern und weiterzuentwickeln.“ Zum Eröffnungskonzert in Heringsdorf (24.09.) mit artist in residence David Geringas und dem Sankt Christopher-Kammerorchester aus Vilnius, äußerten sich Ministerpräsident und Schirmherr des Festivals, Erwin Sellering, und der litauische Botschafter Mindaugas Butkus ebenfalls lobend über die besondere Veranstaltungsreihe. 2012 steht vom 15. September bis 7. Oktober Russland im Mittelpunkt des Festivals.
Mit zwei Peenemünder Konzerten setzte das Usedomer Musikfestival wieder denkwürdige Akzente innerhalb der Saison. Die 2002 vom Festival und dem Norddeutschen Rundfunk ins Leben gerufene Reihe ist mittlerweile eine nicht mehr wegzudenkende, feste Größe innerhalb des dreiwöchigen Programms. Das Baltic Youth Philharmonic begeisterte am 1. Oktober mit dem fulminanten Violinvirtuosen Mikhail Simonyan unter der Leitung von Musikdirektor Kristjan Järvi das Publikum. Das vom Usedomer Musikfestival und der Nord Stream AG gegründete Orchester vereint talentierte junge Musiker der Ostseeregion. Bundeskanzlerin Angela Merkel übernahm die Schirmherrschaft über die diesjährige Tour, die das Ensemble nach Litauen, Russland, Polen, Dänemark, Schweden, Estland, Deutschland und erstmalig nach Italien führte. Am 8. Oktober beeindruckte artist in residence Violeta Urmana mit ihrer Interpretation der Rückert-Lieder von Gustav Mahler. Begleitet wurde sie vom NDR Sinfonieorchester unter der herausragenden Leitung des jungen polnischen Dirigenten Krzysztof Urbanski. Violeta Urmana gab bereits am 6. Oktober in der Ahlbecker Kirche einen umjubelten Liederabend und erhielt die höchste Ehrung des Litauischen Kulturministeriums, überreicht von Kulturminister Arunas Gelunas.
Die Werke des litauischen Nationalkünstlers Mikalojus Konstantinas Ciurlionis prägten das von Dramaturg Jan Brachmann und Intendant Thomas Hummel zusammengestellte diesjährige Programm. Seine Klavierwerke wurden von Vytautas Landsbergis und dem Urenkel Ciurlionis’, Rokas Zubovas, vorgestellt. Das Klavierduo Ibelhauptas interpretierte die vierhändige Fassung der sinfonischen Dichtung „Im Walde“, die vom Baltic Youth Philharmonic für Orchester zu hören war. Das Sankt Christopher-Kammerorchester eröffnete die 18. Festivalsaison mit Variationen über ein litauisches Volkslied. Die Bilder von Ciurlionis konnte man in einer extra vom Ciurlionis-Museum in Kaunas für das Musikfestival ausgewählten Ausstellung in der Villa Irmgard (Heringsdorf) entdecken. Zudem setzte sich der Maler Klaus Killisch mit der litauischen Künstlerpersönlichkeit auseinander. Seine Werke waren im Kunstpavillon Heringsdorf zu sehen.
20 Jahre nach der durch die Singende Revolution erreichten Unabhängigkeit, zeigte sich Litauen durch seine musikalischen Aushängeschilder wie David Geringas (artist in residence), Violeta Urmana, dem ArtVio-Quartett, den Vilniaus fagotynas und dem Folklore-Ensemble Vaivora. Besonders viele zeitgenössische Werke wurden beim diesjährigen Musikfestival aufgeführt. Rund 20 litauische Komponisten unterstrichen mit ihren Stücken die musikalische Lebendigkeit des baltischen Staates. Das Auftragswerk vergab das Usedomer Musikfestival an Vytautas Barkauskas, der zu den einflussreichsten Komponisten des Baltikums zählt. Die „Drei Fragmente für Viola und Violoncello“ wurden am 14. Oktober in Koserow von David Geringas und Hartmut Rohde uraufgeführt. Insgesamt waren in den drei Wochen vier Uraufführungen und drei deutsche Erstaufführungen zu erleben (von Gediminas Gelgotas, Vladas Jakubenas, Benny Gilin, Zita Bruzaite, Zibuokle Martinaityte, Vykintas Baltakas und Vytautas Barkauskas).
In Kirchen, Konzertsälen, Ateliers oder kaiserzeitlichen Gebäuden auf der Insel Usedom sowie im Kraftwerk des Museums in Peenemünde konzertierten in diesem Jahr über 400 Künstler, inklusive vier Orchester (NDR Sinfonierochester, Baltic Youth Philharmonic, Sankt Christopher-Kammerorchester, Polnische Kammerphilharmonie Sopot).
Das Signum Saxophonquartett erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Preis des Usedomer Musikfestivals, gefördert von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung. Traditionell gab auch der Gewinner des Europäischen Finales von Young Concert Artists in Leipzig, der Pianist Da Sol, im Rahmen des Festivals ein Solorezital.
Die langjährige Zusammenarbeit mit dem polnischen Teil der Insel Usedom wurde mit mehreren Veranstaltungen erfolgreich fortgesetzt. In Swinemünde fanden ein Sinfoniekonzert mit der Kammerphilharmonie Sopot, dem Violinisten Piotr Plawner und dem Saxophonisten Simon Hanrath, ein Kammermusikabend mit den beiden Quartetten Almandin und ArtVio, sowie Workshops, Schulkonzerte und ein Festgottesdienst in der Kirche des Seligen Märtyrerbischofs Michal Kozal mit Mitgliedern des Baltic Youth Philharmonic statt.
Bereits zum siebten Mal veranstaltete das Usedomer Musikfestival zusammen mit dem Tonkünstlerverband Mecklenburg-Vorpommern das Ostsee-Musikforum, unterstützt vom Norddeutschen Rundfunk. David Geringas unterrichtete anderthalb Wochen lang ausgewählte Meisterstudenten aus Litauen, Japan, Südkorea, Russland, Deutschland und der Schweiz. Sie gaben Konzerte im Schloss Stolpe sowie Schulkonzerte in allen Grundschulen der Insel: Usedom, Karlshagen, Zinnowitz, Koserow, Heringsdorf und Swinemünde.
Die Schulkonzerte sind Teil des „Jungen Usedomer Musikfestivals“, eine gemeinsame Initiative der Achterkerke-Stiftung und der Stiftung der Sparkasse Vorpommern für Wissenschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft. Neben den Konzerten beinhaltete das Programm Schulprojekte, die ganz im Sinne der Festivalthematik standen: „Töne sehen, Farben hören“. Unter Anleitung von Komponist und Pianist Andreas Peer Kähler und der Kunstpädagogin Beate Zimmermann beschäftigten sich Vorschulkinder und Schüler intensiv mit der Verbindung von Malerei und Musik. Zu Kompositionen von Debussy, Mussorgsky und Ciurlionis brachten sie ihre Assoziationen auf Papier. Am „Tag der Musik“ (9.10., Mölschow) wurden die Ergebnisse präsentiert. Außerdem konnten Kinder im „Klingenden Mobil“ Musikinstrumente nach Lust und Laune ausprobieren. Am Nachmittag interpretierte Pianist Ralf-Torsten Zichner die „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky auf dem Klavier. Dazu zeichnete der Illustrator Frank Wowra live vor den jungen Zuhörern. Die Moderation übernahm Andreas Peer Kähler.
Als neue Hauptförderer begrüßte das Festival in diesem Jahr Saipem, die Sektkellerei Geldermann und das Steigenberger Grandhotel and Spa, Heringsdorf. Neben der Unterstützung durch die Nord Stream AG, die Volkswagen AG, den Hauptförderer NDR sowie zahlreiche Förderer und Sponsoren, die Europäische Union, die Bundesregierung, die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, den Landkreis Ostvorpommern, die Ämter Usedom-Nord und Usedom-Süd, die Städte Wolgast und Swinemünde und die Gemeinden der Insel Usedom, beteiligte sich auch in diesem Jahr, die aus rund 80 Förderern der Region bestehende Unternehmensinitiative für das Usedomer Musikfestival an der Finanzierung der 18. Saison. Medienpartner sind die NDR Kulturförderung in Mecklenburg-Vorpommern, NDR Kultur, Der Tagesspiegel und die Ostsee-Zeitung.
Das Usedomer Musikfestival gewann mit den programmatisch eng verbundenen, künstlerisch hochwertigen Veranstaltungen weiter an Renommee. Damit trägt das Festival entscheidend zur Attraktivitätssteigerung der gesamten Region bei und ist eine Bereicherung der Festivalszene in Deutschland und im Ostseeraum.
Königliche Klänge zum Abschlusskonzert des 18. Usedomer Musikfestivals
Selten aufgeführtes Scarlatti Oratorium vereint musikalisch Geschichte Litauens und Polens
Seebad Ahlbeck, 13. Oktober 2011
Pressemitteilung
Mit festlichen, barocken Klängen endet am Samstag, den 15. Oktober, 20 Uhr, in der Evangelischen Kirche Wolgast das 18. Usedomer Musikfestival. Gesangssolisten aus Italien, Spanien, Litauen und Polen sowie das Brevis Consort unter der Leitung von Darius Stabinskas führen halbszenisch das selten zu hörende Oratorium „Der heilige Kasimir - König von Polen“ von Alessandro Scarlatti auf - eine Geschichte zwischen weltlicher Liebe, königlichem Pomp, Keuschheit und Demut. Nach 1713 hatten sich die Spuren des Oratoriums um den Schutzheiligen von Litauen fast verloren. Erst 1999 erstellte die polnische Schallplattenfirma „Acte Prelable“ nach überlieferten Handschriften in Wien und Madrid ein neues Aufführungsmaterial. 2009 wurde das Werk im Rahmen der Veranstaltungen zur Kulturhauptstadt Vilnius mit dem Brevis Consort wieder aufgeführt.
Der heilige Kasimir von Litauen wurde 1458 als Sohn des polnischen Königs Kasimir IV. und seiner Frau Elisabeth von Habsburg geboren. Zu dieser Zeit war die Geschichte der beiden Länder Polen und Litauen sehr eng miteinander verwoben. Vier Jahrhunderte lang bildeten diese zwei Länder eine Union. So war es nicht verwunderlich, dass die polnischen Könige lange Zeit in litauischen Kirchen gekrönt wurden. Schon als Kind fiel Kasimir durch seine Bescheidenheit, Barmherzigkeit und Intelligenz auf. Während sein Vater in Litauen war, vertrat er ihn in Polen und erwarb sich dort durch sein strenges Vorgehen gegen Korruption und Räuberei die Achtung des Volkes. Mit nur 25 Jahren verstarb er an Tuberkulose und wurde durch Papst Leo X. im Jahre 1521 heilig gesprochen. Vermutlich zum 100. Jahrestag der Heiligsprechung von Kasimir schrieb Alessandro Scarlatti, Vater des berühmten Cembalo-Virtuosen Domenico Scarlatti, ein Oratorium über den heiligen Kasimir.
Das Brevis Consort wurde 2006 gegründet. Der künstlerische Leiter des Ensembles, der Cellist Darius Stabinskas, kehrte 2001 von seinen Studien in Italien nach Litauen zurück und beschloss, sich der alten Musik zuzuwenden und das historisch musikalische Erbe Litauens aufrechtzuerhalten. Neben mehreren litauischen Musikern umfasst das Brevis Consort auch professionelle Künstler der alten Musik aus den anderen baltischen Staaten, Deutschland, Italien, der Schweiz, Polen und weiteren europäischen Ländern. Je nach Programm variiert die Ensemblegröße zwischen zwei bis zwanzig oder mehr Mitgliedern. Das Brevis Consort ist häufig beim Banchetto Musicale Festival aufgetreten und interpretiert Werke, die nie zuvor in Litauen aufgeführt wurden. Eines seiner wichtigsten Projekte ist die szenische Produktion von Claudio Monteverdis Madrigal-Opern „Combattimento di Tancredi e Clorinda“ und „Ballo delle Ingrate“, unter der Regie von Gintaras Varnas, die beide in Litauen, Russland und Frankreich aufgeführt wurden und vom Publikum und der Presse begeistert aufgenommen wurden.
Als Gesangssolisten sind die Sopranistinnen Lavinia Bertotti, Susanna Crespo Held, Gintare Skeryte, der Countertenor Piotr Olech und der Tenor Mario Cecchetti in der Wolgaster St. Petri Kirche zu erleben.
Deutschlandradio Kultur zeichnet das Konzert auf und sendet es am 5. Dezember, 20:03 Uhr.
Informationen und Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
Weitere Informationen:
Als neue Hauptförderer begrüßen wir in diesem Jahr Saipem, Sektkellerei Geldermann und Steigenberger Grandhotel and Spa, Heringsdorf. Neben der Unterstützung der Nord Stream AG, der Volkswagen AG, des Hauptförderers NDR sowie zahlreichen Förderern und Sponsoren, der Europäischen Union, der Bundesregierung, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, des Landkreises Ostvorpommern, der Ämter Usedom-Nord und Usedom-Süd, der Städte Wolgast und Świnoujście und den Gemeinden der Insel Usedom, beteiligte sich auch in diesem Jahr, die aus rund 80 Förderern der Region bestehende Unternehmensinitiative für das Usedomer Musikfestival an der Finanzierung der 18. Saison.
Medienpartner sind NDR Kulturförderung in Mecklenburg-Vorpommern, NDR Kultur, Der Tagesspiegel und die Ostsee-Zeitung.
Das Lieblingsinstrument des Fürsten
Uraufführung des Festival-Auftragswerkes von Vytautas Barkauskas
Seebad Ahlbeck, 12. Oktober 2011
Pressemitteilung
Eines der anmutigsten Instrumente - laut Leopold Mozart - ist am Freitag, 14. Oktober, 19:30 Uhr, in der Ev. Kirche Koserow zu hören. Der diesjährige artist in residence des Usedomer Musikfestivals, David Geringas, wird neben seinem Cello auch zu dem heute eher selten gespielten Baryton greifen und drei Barytontrios von Joseph Haydn interpretieren. Zum Geringas Baryton Trio gehören zudem Hartmut Rohde und Vytautas Sondeckis.
Das Baryton ist eine besondere Gamben-Art, die zwischen den Knien gehalten wird und vor allem im 18. Jahrhundert gespielt wurde. Zusätzlich zu den Spielsaiten besitzt die „Kniegeige“ Resonanzsaiten, die frei mitschwingen oder mit der linken Hand gezupft werden. Fürst Nikolaus Esterhazy spielte das Baryton mit großer Vorliebe und ordnete seinem Hofkapellmeister Joseph Haydn an, viel für dieses Instrument zu schreiben. Insgesamt entstanden 175 Werke, darunter 126 Trios. Für die ersten drei Stücke belohnte der Fürst seinen Komponisten mit einer Sonderprämie in Höhe von 12 Dukaten, die einem ungefähren Wert von 1.000 Euro entsprechen.
Am Freitagabend erklingen die Barytontrios Nr. 82, 113 sowie 97, das zum 57. Geburtstag des Fürsten Esterhazy entstand und aus sieben Sätzen besteht. Außerdem stehen auf dem Programm zwei litauische Werke, die David Geringas gewidmet sind: „Concerto di corde“ für zwei Violoncelli von Vytautas Laurusas und Drei Fragmente für Viola und Violoncello von Vytautas Barkauskas. Letzteres ist das Auftragswerk des Usedomer Musikfestivals und erlebt in Koserow seine Uraufführung. Das Stück wird im Friedrich Hoffmeister Musik-Verlag erscheinen.
Vytautas Barkauskas gilt als einer der einflussreichsten Komponisten des Baltikums. Seine Werke werden regelmäßig in das Repertoire internationaler Wettbewerbe aufgenommen und bei bedeutenden Festivals aufgeführt, u.a. beim Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau-Musikfestival, Sibelius-Festival und dem Festival de musique de Toulon. Barkauskas wurde 1931 in Kaunas geboren, studierte Komposition und Mathematik und hat bis heute eine Professur für Musiktheorie und Komposition an der Musikakademie in Vilnius inne.
Das Usedomer Musikfestival vergibt in jeder Saison ein Auftragswerk an Komponisten des jeweiligen Schwerpunktlandes. In den vergangenen Jahren komponierten u.a. Peteris Vasks, Bent Sörensen, Jan Sandström und Niels Marthinsen für das Festival.
Am 15. Oktober geht das 18. Usedomer Musikfestival mit festlichen barocken Klängen zu Ende. Alessandro Scarlattis selten aufgeführtes Oratorium „Der Heilige Kasimir - König von Polen“ ist mit Gesangssolisten und dem Brevis Consort in der Wolgaster St. Petri Kirche halbszenisch zu erleben.
Informationen und Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
Weitere Informationen:
Als neue Hauptförderer begrüßen wir in diesem Jahr Saipem, Sektkellerei Geldermann und Steigenberger Grandhotel and Spa, Heringsdorf. Neben der Unterstützung der Nord Stream AG, der Volkswagen AG, des Hauptförderers NDR sowie zahlreichen Förderern und Sponsoren, der Europäischen Union, der Bundesregierung, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, des Landkreises Ostvorpommern, der Ämter Usedom-Nord und Usedom-Süd, der Städte Wolgast und Świnoujście und den Gemeinden der Insel Usedom, beteiligte sich auch in diesem Jahr, die aus rund 80 Förderern der Region bestehende Unternehmensinitiative für das Usedomer Musikfestival an der Finanzierung der 18. Saison.
Medienpartner sind NDR Kulturförderung in Mecklenburg-Vorpommern, NDR Kultur, Der Tagesspiegel und die Ostsee-Zeitung.
Sinfoniekonzert in Swinemünde
Litauen zwischen Polen und Russland
Seebad Ahlbeck, 11. Oktober 2011
Pressemitteilung
Das musikalische „Litauen zwischen Polen und Russland“ ist am Donnerstag, den 13. Oktober, 19:30 Uhr, im Kulturhaus in Swinemünde zu hören. Die polnische Kammerphilharmonie Sopot wird unter der Leitung von Jürgen Bruhns u.a. das Saxophonkonzert von Alexander Glasunow und das Violinkonzert von Romuald Twardwoski interpretieren. Die Solisten sind Piotr Plawner (Violine) und Simon Hanrath (Saxophon).
Litauen und Polen waren zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert eng miteinander verbunden und wurden sogar von einem gemeinsamen Staatsoberhaupt regiert. In dieser Zeit hat sich die Geschichte der Länder so miteinander verflochten, dass es oftmals schwer fällt zu sagen, was litauisch oder polnisch ist. Etliche polnische Könige wurden damals in litauischen Kirchen gekrönt. Die Verknüpfung lässt sich auch in der Literatur erkennen: Der Dichter Adam Mickiewicz beispielsweise wird in Polen als Nationaldichter und in Litauen unter dem Namen Adomas Mickevicuis verehrt. Sein berühmtes Epos „Pan Tadeusz“ beginnt in polnischer Sprache mit den Worten „Litauen! Mein Vaterland!“
Auch Mieczysław Karlowicz stammt aus dem heutigen Litauen und war einer der begabtesten Komponisten des „Jungen Polens“ um 1900. Von ihm erklingt am Donnerstagabend die Serenade für Streichorchester C-Dur op. 2. Die litauische Künstlerpersönlichkeit Mikalojus K. Ciurlionis, dessen Streichquartett c-Moll in Bearbeitung für Streichorchester zu hören sein wird, verdankt seine musikalische Bildung wiederum einem polnischen Adligen, dem Fürsten Michal Oginski, in dessen Orchesterschule in Plunge er von 1889 bis 1893 studierte.
Die Kammerphilharmonie Sopot gründete sich 1982 und spielte unter Gastdirigenten wie David Geringas, Christoph Eschenbach und Mstislav Rostropowitsch auf den internationalen Konzertbühnen. Piotr Plawner gehört zu den kreativsten und begabtesten Geigern der jüngeren Generation. Er erhielt u.a. erste Preise beim Internationalen Festival Junger Talente in Bayreuth, beim Internationalen Wieniawski Wettbewerb in Poznan sowie 1995 beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Viele Auftritte in den wichtigsten Konzertsälen weltweit sowie Einspielungen diverser CD-Aufnahmen zeichnen seine Konzerttätigkeit aus. Simon Hanrath studierte bei Daniel Gauthier, der die erste Professur für klassisches Saxophon in Deutschland erhielt und Gründer des renommierten Alliage Quintetts ist. Der Saxophonist ist regelmäßiger Gast in führenden deutschen Orchestern (WDR-Sinfonieorchester Köln, Essener Philharmoniker, Ensemble Modern) und seit 2005 Lehrbeauftragter für Saxophon an der Musikhochschule Frankfurt.
Das Sinfoniekonzert auf der polnischen Seite der Insel Usedom, gefördert von der Stadt Swinemünde und der UBB Polska, ist zu einem festen Bestandteil des Musikfestivals geworden. Über die Landesgrenzen hinaus fördert es den Austausch zwischen Polen und Deutschen und trägt zum weiteren Zusammenwachsen der Insel Usedom bei.
Informationen und Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
Weitere Informationen:
Als neue Hauptförderer begrüßen wir in diesem Jahr Saipem, Sektkellerei Geldermann und Steigenberger Grandhotel and Spa, Heringsdorf. Neben der Unterstützung der Nord Stream AG, der Volkswagen AG, des Hauptförderers NDR sowie zahlreichen Förderern und Sponsoren, der Europäischen Union, der Bundesregierung, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, des Landkreises Ostvorpommern, der Ämter Usedom-Nord und Usedom-Süd, der Städte Wolgast und Świnoujście und den Gemeinden der Insel Usedom, beteiligte sich auch in diesem Jahr, die aus rund 80 Förderern der Region bestehende Unternehmensinitiative für das Usedomer Musikfestival an der Finanzierung der 18. Saison.
Medienpartner sind NDR Kulturförderung in Mecklenburg-Vorpommern, NDR Kultur, Der Tagesspiegel und die Ostsee-Zeitung.
Sommerbriefe und Herbstlaub
Liebesgedichte in Mellenthin
Seebad Ahlbeck, 10. Oktober 2011
Pressemitteilung
Den Zusammenklang von Landschaft und Musik stellen am Mittwoch, den 12. Oktober, 19:30 Uhr, im Wasserschloss Mellenthin das Asasello Quartett und die Sopranistin Lucia Duchonova her. Auf dem Programm des Abends stehen unter anderem die voller Sehnsucht steckenden „Sommerbriefe“ der litauischen Komponistin und Lyrikerin Dalia Kairaityte sowie die „Drei Naturbilder für Altstimme und Streichquartett“ von Alexander Gretschaninow nach Gedichten von Nokilaj Minsky. Zu hören sind zudem die Streichquartette von Wolfgang Amadeus Mozart (d-Moll KV 173) und Robert Schumann (A-Dur op. 41 Nr. 3). Schumann komponierte zu Beginn seiner Karriere vorrangig für das Klavier. 1838 aber schrieb er in einem Brief an seine Frau Clara Wieck: „Das Klavier wird mir zu enge ...“ Daraufhin studierte er drei Jahre lang die Streichquartette Mozarts und Beethovens, bevor er 1842 gleich drei Werke für diese Besetzung auf einmal schrieb und diese Felix Mendelssohn Bartholdy widmete, der ihm voller Bewunderung dankte.
Lucia Duchonova interessierte sich schon früh für Musik und ist seit langem eine gefragte Liedinterpretin. Die aus dem Westen der Slowakei stammende Mezzo-Sopranistin sang bereits auf wichtigen Festivals wie den Herrenchiemsee Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Göttinger Händelfestspielen, dem Rheingau Musikfestival, den Weißen Nächten in St. Petersburg, dem Prager Frühling und La Folle Journée in Tokyo. Ihre 2010 erschienene CD mit Werken von Joaquin Turina wurde sogar mit einer Grammy Nominierung bedacht.
Begleitet wird Lucia Duchonova vom Asasello Quartett. Die aus Russland, der Schweiz, Polen und Österreich stammenden Musiker haben sich in wenigen Jahren ein vielfältiges Repertoire erarbeitet und durch ihre packende Unmittelbarkeit sowie den selbstverständlichen Umgang mit der Musik der Gegenwart, parallel zum klassisch-romantischen Repertoire, einen hervorragenden Ruf erspielt. Nach Abschluss der Studien mit Schwerpunkt Kammermusik in Basel wurde das Quartett 2003 in Köln in die Meisterklasse des Alban Berg Quartetts aufgenommen. Weitere wichtige Impulse gab es von Christophe Desjardins, Paris, und Chaim Taub, Tel Aviv. Im vergangenen Jahr feierte das Ensemble sein zehnjähriges Jubiläum und wurde mit dem Musikpreis des Verbandes der Deutschen Konzertdirektionen für ihre außergewöhnliche und anspruchsvolle Programmatik ausgezeichnet.
Bereits vom dem Konzert kann man eine Führung durch das Wasserschloss Mellenthin unternehmen (17 Uhr) und 18 Uhr Köstlichkeiten vom Abendbuffet genießen (14,90 Euro pro Person. Anmeldung unter: 038379.28780).
Informationen und Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
Weitere Informationen:
Als neue Hauptförderer begrüßen wir in diesem Jahr Saipem, Sektkellerei Geldermann und Steigenberger Grandhotel and Spa, Heringsdorf. Neben der Unterstützung der Nord Stream AG, der Volkswagen AG, des Hauptförderers NDR sowie zahlreichen Förderern und Sponsoren, der Europäischen Union, der Bundesregierung, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, des Landkreises Ostvorpommern, der Ämter Usedom-Nord und Usedom-Süd, der Städte Wolgast und Świnoujście und den Gemeinden der Insel Usedom, beteiligte sich auch in diesem Jahr, die aus rund 80 Förderern der Region bestehende Unternehmensinitiative für das Usedomer Musikfestival an der Finanzierung der 18. Saison.
Medienpartner sind NDR Kulturförderung in Mecklenburg-Vorpommern, NDR Kultur, Der Tagesspiegel und die Ostsee-Zeitung.
Mölschow feiert Tag der Musik: malen, hören und ausprobieren
Samba, Bossa Nova und Tango am Sonntag, singendes Cello am Montag
Seebad Ahlbeck, 7. Oktober 2011
Pressemitteilung
Das passende Instrument können Kinder am 9. Oktober in Mölschow für sich finden. Zum Tag der Musik veranstaltet das Usedomer Musikfestival ab 12 Uhr im Kulturhof ein Fest der Musik. Im „Klingenden Mobil“ lassen sich unter pädagogischer Betreuung sämtliche Musikinstrumente nach Lust und Laune ausprobieren. Wie man Farben hören und Töne sehen kann, zeigen die Arbeiten der Kinder aus den Schulen in Ahlbeck, Karlshagen, Zinnowitz und der Kindertagesstätte Benz. Ab 14 Uhr werden die Ergebnisse der Schulprojekte im Kulturhof ausgestellt. Unter Anleitung von Komponist und Pianist Andreas Peer Kähler und der Kunstpädagogin Dr. Beate Zimmermann beschäftigten sich die Vorschulkinder und Schüler intensiv mit der Verbindung von Malerei und Musik. Zu Kompositionen von Debussy, Mussorgsky und Ciurlionis brachten sie ihre Assoziationen auf Papier. 15 Uhr sind kreative Ideen aus dem Publikum gefragt: Pianist Ralf-Torsten Zichner interpretiert die „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky auf dem Klavier. Dazu zeichnet der Cartoonist Frank Wowra nach den Wünschen und Vorstellungen der jungen Zuhörer. Die Moderation übernimmt Andreas Peer Kähler.
Die Veranstaltung ist Teil des „Jungen Usedomer Musikfestivals“, eine gemeinsame Initiative des Musikfestivals und der Achterkerke-Stiftung mit Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Vorpommern für Wissenschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft. Neben den Schulprojekten und dem Tag der Musik beinhaltet das Programm Schulkonzerte in allen Grundschulen der Insel mit Meisterstudenten von David Geringas, eine Schullesung sowie Workshops mit Künstlern des Festivals.
Das Marco Böttger Swingtett ist am Sonntag, 9. Oktober, gleich zweimal zu erleben: Bevor die drei jungen Musiker mit Bossa Nova- und Sambarhythmen auf der Adler-Vineta in See stechen (15 Uhr - 18 Uhr, Abfahrt Stadthafen Swinemünde) gestalten sie den Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Heringsdorf mit. Noch mehr Jazz kann man dann am Sonntagabend, 19:30 Uhr, im Strandhotel Seerose in Kölpinsee hören. Im Konzert, gefördert von der Unternehmensinitiative für das Usedomer Musikfestival, wird ein klassisches Streichquartett, die G-Strings, u.a. Melodien von George Gershwin Miles Davis und Astor Piazzolla schwungvoll zum Besten geben. Die innovativen Grenzgänge zwischen E und U begeistern Hörer und Kritiker gleichermaßen im Jazz und in der Klassik: "Kaum zu glauben, dass `klassische´ Sinfoniker solch befeuernde Aggressivität entwickeln können, mit solcher Leichtigkeit auf E-Geigen und Violen in allen Stilen wildern. Tango Nuevo, Jazz, Pop, Rock nie verlieren ihre Arrangements an Spielwitz. Pures Musizierglück!"
Unter dem Titel „Wenn ein Cello singt“ konzertiert am Montag, 19:30 Uhr, artist in residence David Geringas gemeinsam mit dem Pianisten Ian Fountain in der Evangelischen Kirche in Heringsdorf. Sie interpretieren u.a. die Cello-Sonaten von Ludwig van Beethoven (A-Dur) und Johannes Brahms (F-Dur) sowie Werke von Gustav Mahler und Vykintas Baltakas.
Ian Fountain wurde 1989 im Alter von 19 Jahren jüngster Preisträger des Internationalen Arthur Rubinstein-Klavierwettbewerbs in Tel Aviv. Seitdem spielt er in ganz Europa, den USA, Großbritannien und im mittleren Osten mit Orchestern wie dem London Symphony Orchestra unter Sir Colin Davis, der Israelischen Philharmonie unter Zubin Mehta sowie mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin und dem Wiener Kammerorchester. Als Kammermusiker verbindet Ian Fountain eine langjährige Zusammenarbeit mit Musikern wie David Geringas und Ulf Hoelscher, dem Mandelringquartett und dem Emperor Quartet. Seit 2001 ist er zudem Professor für Klavier an der Royal Acadamy of Music in London.
Informationen und Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
Jazzige Klänge auf der Insel und auf dem Wasser
Litauens erster Präsident konzertiert als Pianist in Usedom
Seebad Ahlbeck, 6. Oktober 2011
Pressemitteilung
Der erste Präsident der Republik Litauen, Vytautas Landsbergis, ist am Freitag, 7. Oktober, 19:30 Uhr, in der Evangelischen Kirche, St. Marien, Stadt Usedom, als Pianist zu erleben. Er wird Klavierwerke von Mikalojus Konstantinas Ciurlionis interpretieren. Im zweiten Teil der Veranstaltung spielen der Pianist Petras Geniusas und der Klarinettist Vladimir Chekassin in freien Jazz-Improvisationen mit Motiven und Fragmenten der Originalwerke.
Vytautas Landsbergis führte die litauische Republik im Jahre 1990 in die Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Neben seinem Leben als erfolgreicher Politiker ist Landsbergis Pianist. Er studierte Klavier am Staatskonservatorium Kaunas und promovierte mit einer Arbeit über den Komponisten und Maler Mikalojus K. Ciurionis. 2004 gab er die 150 noch erhaltenen Klavierwerke Ciurlionis’ überarbeitet und teilweise mit Skizzen ergänzt heraus.
Ciurlionis’ Klavierwerke zeichneten sich schon sehr früh durch einen eigenen litauischen Ton aus. Die Melodik deutet meist eine unterschwellige Melancholie an, die den Komponisten Zeit seines Lebens durchzog. Folgende Worte, die er während seines Aufenthaltes in Leipzig als er bei Carl Reinecke studierte notierte, deuten darauf hin: „Weil ich schreibe, was ich empfinde, darum sind meine Kompositionen oft sehr traurig: In ihnen widerspiegelt sich häufig die litauische Sehnsucht, der Klang der Volksseele.“
Über die Klavierwerke von Ciurlionis hinaus werden am Freitagabend mit Klarinette und Klavier zudem über Themen von Bela Bartok, Komitas Vardapet und Vladimir Chekassin improvisiert. Letzter gilt seit den 70er Jahren als eine produktive Größe des Jazz und wurde mehrmals in Kritikerumfragen zum „Musiker des Jahres“ der UdSSR gewählt. Mittlerweile hat er über 60 Alben, solo oder in Zusammenarbeit mit anderen Musikern, herausgebracht. Seit den 90er Jahren arbeitet Vladimir Chekassin als Komponist, Produzent und Performer in multi-disziplinären Projekten mit Künstlern verschiedener Länder und gibt weiterhin Solo-Konzerte. Seine bekanntesten Filmmusik-Werke schrieb er für "Taxi Blues" (Erster Preis Cannes Film Festival) und „Wedding" von Pavel Lungin (Sonderpreis Cannes Film Festival) sowie für "Bolero” (Erster Preis Post-Montreux Festival), bei dem Chekassin sowohl als Regisseur (mit M. Bezchastnyh) als auch als Komponist wirkte.
Am 9. Oktober findet an Bord der MS Adler-Vineta das legendäre Schiffskonzert statt. Vom Hafen in Swinemünde (15 Uhr – 18 Uhr) nimmt das Marco Böttger Swingtett das Publikum mit auf eine Reise durch die Welt des Gipsy-Jazz. Dabei reicht das Repertoire von traditionellem Gitarrenswing bis hin zu kraftvollen Bossa Nova- und Sambarhythmen. Bei einem Glas Sekt und sanften Wellengang können die Zuhörer die zwei schönsten Ereignisse auf Usedom verbinden: Das Meer und ein Konzert des Usedomer Musikfestivals. Noch mehr jazzige Klänge sind am Sonntagabend, 19:30 Uhr im Strandhotel Seerose in Kölpinsee zu erleben. Fünf Streicher werden schmissige Arrangements von Jazz-Standards und bekannten Melodien zum Besten geben.
Informationen und Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
Weitere Informationen:
Als neue Hauptförderer begrüßen wir in diesem Jahr Saipem, Sektkellerei Geldermann und Steigenberger Grandhotel and Spa, Heringsdorf. Neben der Unterstützung der Nord Stream AG, der Volkswagen AG, des Hauptförderers NDR sowie zahlreichen Förderern und Sponsoren, der Europäischen Union, der Bundesregierung, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, des Landkreises Ostvorpommern, der Ämter Usedom-Nord und Usedom-Süd, der Städte Wolgast und Świnoujście und den Gemeinden der Insel Usedom, beteiligte sich auch in diesem Jahr, die aus rund 80 Förderern der Region bestehende Unternehmensinitiative für das Usedomer Musikfestival an der Finanzierung der 18. Saison.
Medienpartner sind NDR Kulturförderung in Mecklenburg-Vorpommern, NDR Kultur, Der Tagesspiegel und die Ostsee-Zeitung.
Zwischenbilanz
Publikum feiert in vollbesetzten Kirchen und Sälen litauische Musikkultur
Seebad Ahlbeck, 5. Oktober 2011
Pressemitteilung
Nach dem bewegenden Eröffnungskonzert mit dem Cellisten und Dirigenten David Geringas, artist in residence, und dem St. Christopher Kammerorchester sowie nach weiteren 25 erfolgreichen Veranstaltungen zieht das Usedomer Musikfestival eine positive Zwischenbilanz. Mit einer Auslastung von über 90% kann das Festival die ausgezeichneten Ergebnisse der letzten Jahre wiederholen. Acht der Veranstaltungen waren ausverkauft. In der Eröffnungsrede sagte Ministerpräsident Erwin Sellering: „Das Festival ist ein Forum, das uns die Länder entlang der Ostseeküste auf ganz besondere Weise näher bringt: In der einzigartigen Sprache der Musik, mit wunderbaren Bildern, die nur die Musik vor unserem geistigen Auge entstehen lässt. Damit leistet das Usedomer Musikfestival einen großartigen Beitrag für das Zusammenwachsen in der Grenzregion." Auch der Botschafter der Republik Litauen in Deutschland, Mindaugas Butkus, äußerte sich lobend über die Wahl des diesjährigen Schwerpunktes. Das Usedomer Musikfestival erhält in diesem Jahr eine finanzielle Unterstützung von der litauischen Regierung.
Für Litauen ist das Programm des 18. Usedomer Musikfestivals eine der umfangreichsten Präsentationen der Musiknation außerhalb der Landesgrenzen. Der Direktor des Ciurlionis-Museums in Kaunas stellte speziell für das Usedomer Musikfestival eine Ausstellung unter dem Titel „Ciurlionis und das Meer“ zusammen. In der Villa Irmgard, Heringsdorf, sind ausgewählte hochwertige Reproduktionen der höchst lichtempfindlichen Gemälde des litauischen Malers, Komponisten und Poeten zu sehen. In den ersten anderthalb Wochen begeisterten das Publikum u.a. David Geringas, das ArtVio-Quartett, der Young Concert Artist Preisträger Da Sol, der Urenkel von M.K. Ciurlionis, Rokas Zubovas, und Herbert Feuerstein. Das Baltic Youth Philharmonic feierte am vergangenen Samstag (1. Oktober) mit einem fulminanten Konzert mit dem Violinisten Mikhail Simonyan, unter der Leitung von Musikdirektor Kristjan Järvi, den Abschluss der erfolgreichen Konzerttournee 2011.
Die Vielfalt der Veranstaltungen mit litauischem Schwerpunkt reicht vom großen Sinfoniekonzert über Kammermusik, Solorezital bis hin zu Vorträgen und Ausstellungen. Rund 170 Künstler gastierten in der ersten Hälfte des Festivals auf der Insel Usedom. Drei Uraufführungen von litauischen Werken erlebte das Publikum beim Usedomer Musikfestival bereits: Benny Gilin: Ballade “Rachel from Toleda” op. 16 für Violoncello und Klavier (David Geringas und Indre Baikstyte), Zita Bruzaite: Stillness (Signum-Saxophonquartett) und Zibuokle Martinaityte: “Ab initio” (Vilniaus Fagotynas).
Zum dritten Mal wurde der Preis des Usedomer Musikfestivals, gefördert von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, verliehen. Der Preis in Höhe von 10.000 Euro ging an das Signum-Saxophonquartett aus Köln.
Noch bis zum 15. Oktober ist Litauen musikalisch auf der Insel Usedom zu entdecken. Opernstar Violeta Urmana wird beispielsweise am Samstag, 8. Oktober, um 20 Uhr, mit dem NDR Sinfonieorchester in Peenemünde gastieren. Litauens erster Präsident seit der Unabhängigkeit und Pianist Vytautas Landsbergis sowie der Pianist Petras Geniusas und der Klarinettist Vladimir Chekassin stellen Klavierwerke von M.K. Ciurlionis vor. Im zweiten Teil des Konzertes spielen sie in freien Jazz-Improvisationen mit Motiven und Fragmenten der Originalwerke. Das Usedomer Musikfestival endet mit festlichen barocken Klängen am 15.10. in der Kirche Wolgast. Über den Schutzheiligen Litauens und König von Polen, den heiligen Kasimir, komponierte Alessandro Scarlatti ein berauschendes Oratorium zwischen weltlicher Liebe, königlichen Pomp, Keuschheut und Demut.
Informationen und Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
Gefeierte Sopranistin Violeta Urmana in zwei Konzerten zu erleben
Litauischer Kulturminister verleiht Urmana höchste Kulturauszeichnung Litauens
Seebad Ahlbeck, 4. Oktober 2011
Pressemitteilung
Violeta Urmana, die diesjährige artist in residence, ist für zwei Konzerte beim Usedomer Musikfestival zu Gast. „Die Stimme Litauens“ gibt einen Liederabend am Donnerstag, den 6. Oktober, 19:30 Uhr in der Evangelischen Kirche im Seebad Ahlbeck und konzertiert am Samstag, den 8. Oktober, 20 Uhr, gemeinsam mit dem NDR Sinfonieorchester im ehemaligen Kraftwerk Peenemünde.
Im Rahmen des Liederabends in der Evangelischen Kirche in Ahlbeck wird Violeta Urmana mit der höchsten Auszeichnung des litauischen Kulturministeriums „Shine your light and hope“ geehrt. Das Ministerium lies verlauten: „Frau Urmana bereichert die litauische Kulturlandschaft und ist eine Inspiration für die Gesellschaft.“ Für ihre „Ideen und ihr persönliches Engagement zur Entwicklung ihres Heimatland“ verleiht ihr Kulturminister Arunas Gelunas eine Brosche, gestaltet vom litauischen Künstler Titas Simanonis.“ Das Schmuckstück ziert ein goldenes Relief mit dem Bild eines Pegasus’, das sich innerhalb eines silbernen Kreises befindet, mit der Innschrift „Shine your light and hope“.
Violeta Urmana ist eine der führenden Sopranistinnen unserer Zeit. Die aus Litauen stammende Sängerin feierte mit Partien wie der Aida, Amelia, Elisabetta, Tosca, Sieglinde oder Isolde auf den großen Bühnen dieser Welt beeindruckende Erfolge. Als Konzert- und Liedinterpretin singt Urmana in allen wichtigen Musikzentren Europas, der USA und in Japan, wie der Deutschen Oper Berlin, der Mailänder Scala, der Opéra de la Bastille in Paris sowie der Metropolitan Opera New York. 2002 erhielt sie in London den Royal Philharmonic Society Award für Sänger und 2009 den Titel "Österreichische Kammersängerin" in Wien. Im Liederabend in Ahlbeck wird sie begleitet von Jan Philip Schulze am Klavier und David Geringas am Violoncello.
Zum Abschluss des Musiklandes MV wird Violeta Urmana am 8. Oktober in Peenemünde, 20 Uhr, zusammen mit dem NDR Sinfonieorchester unter der Leitung des jungen und aufstrebenden Dirigenten Krzysztof Urbanski Mahlers „Rückert Lieder“ interpretieren. Der Dichter Friedrich Rückert war als Professor für Orientalistik tätig und betrieb Studien in über 44 Sprachen. Dies ist wahrscheinlich ein Grund dafür, dass er mit der Sprache kunstvoll zu spielen wusste. Bei der Vertonung der Rückert Gedichte handelte der Komponist ganz im Sinne des Dichters, der behauptete: „Die Welt ist singbar“. Zum Peenemünder Konzert bringt das NDR Sinfonieorchester außerdem die 10. Sinfonie von Dmitirij Schostakowitsch und „Pavane pour une infante défunte“ von Maurice Ravel zur Aufführung.
Für den Liederabend sind nur noch Hörplätze erhältlich. Für das Peenemünder Konzert sind Karten in den Preiskategorien zu 67 / 57 / 47 / 37/ 25 und 15 Euro verfügbar. OZ-Abokarten-Inhaber erhalten 20% Rabatt im Vorverkauf. Mit der NDR-Kulturkarte wird ein Rabatt im Vorverkauf von 15% gewährt.
Informationen und Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
Das Geheimnis des Fagotts
Fagottquintett in Benz, Gesang und Streicher in Krummin
Junge Preisträger aus MV in Mölschow
Seebad Ahlbeck, 30. September 2011
Pressemitteilung
Im Kunst-Kabinett Usedom in Benz entführen am Montag, den 3. Oktober, 19:30 Uhr, fünf Fagottisten das Publikum in die Geheimnisse des Holzblasinstrumentes. Das dunkle, warme Timbre des Fagottes verleiht den Werken von Henry Purcell, Arvo Pärt und Gediminas Rimkus-Rimkevicius eine außergewöhnliche Klangatmosphäre. Dabei gehen das Ensemble Fagotynas auch das eine oder andere musikalische Experiment ein, mischt Live-Elektronik ein und lässt Pop- und Jazzelemente mit einfließen.
Auf eine im wahrsten Sinne des Wortes „delikate“ Komposition darf man von der Kroatin Mirela Ivivevic gespannt sein. Das Werk trägt den verspielten kulinarischen Titel „Dominosa Crunchy Caramel“. Ivivevic selbst meint: „Es ist bloß ein kurzer Traum einer jungen Kompositionsstudentin, die während eines langweiligen Instrumentationsunterrichts eingeschlafen ist, von etwas Süßen, Braunen und Knusprigen.“
Das junge Quintett Fagotynas gründete sich 1994 durch den Musiker und leidenschaftlichen Fagottisten Sarunas Kacionas. Das Ensemble inspiriert durch seine Originalität zahlreiche zeitgenössische Komponisten zu neuen Stücken, die die fünf Musiker sowohl in Litauen als auch im Ausland zur Uraufführung bringen. Ihre rege Konzerttätigkeit führte das Quintett u.a. nach Georgien, Slowenien und in die USA. Der Gründer des Ensembles hat an der renommierten Ciurlionis Musikakademie in Litauen studiert und ist Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe.
Am Dienstag, den 4. Oktober, 19:30 Uhr, konzertiert die Sopranistin Verena Rein mit dem litauischen Chordos Quartett in der Evangelischen Kirche Krummin. Verena Rein wird in dem von NDR Kultur aufgezeichneten Abend Lieder von Franz Schubert, Anatolijus Senderovas und Paul Hindemith interpretieren. Sie ist eine gefragte Liedinterpretin, die bei Peter Gougaloff an der Deutschen Oper Berlin ihre Gesangsausbildung erhielt.
Die Sopranistin Verena Rein ist auf den Bühnen dieser Welt zuhause und gibt ebenfalls mit großem Erfolg Meisterklassen im In- und Ausland. Begleitet wird sie am 4. Oktober von dem litauischen Chordos Quartett. Das Ensemble gründete sich 1997 und ist zu einem der renommiertesten litauischen Quartette gewachsen. Das Programm des Abends umfasst sowohl den Quartettsatz von Franz Schubert in c-Moll als auch zeitgenössische litauische Kompositionen.
Das Chordos Quartett ist gemeinsam mit Verena Rein bereits am 3. Oktober auf der Synagogenrundfahrt (Abfahrt 9 Uhr, Maritim Hotel) zu erleben. Die Exkursion ist zu einem festen Bestandteil des Usedomer Musikfestivals geworden und findet zum dritten Mal statt. Unter fachkundiger Reiseleitung werden Synagogen und Stätten jüdischen Lebens in Mecklenburg-Vorpommern besucht. Unter anderem führt die Fahrt nach Niederhof, dem ältesten Friedhof Vorpommerns, zur Synagoge Dargun sowie zu den Schlössern Neetzow und Schmarsow. An den verschiedenen Haltepunkten geben die Sopranistin Verena Rein, begleitet vom Chordos Quartett, kleine Konzerte.
Das Usedomer Musikfestival präsentiert auch in diesem Jahr zusammen mit der Achterkerke-Stiftung und der Stiftung der Sparkasse Vorpommern für Wissenschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft ein vielfältiges Programm für Kinder und Jugendliche. Unter dem Titel „Junges Usedomer Musikfestival“ finden Schulprojekte, -konzerte und Lesungen statt. Am 3. Oktober, 15 Uhr, musizieren im Kulturhof Mölschow die Preisträger vom Landeswettbewerb „Jugend musiziert“. In einem bunten Programm stellen junge Pianisten, Sänger sowie Streichensembles und ein Klarinettentrio ihr Können unter Beweis.
Informationen und Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
Tourneeabschluss für Kristjan Järvi und das Baltic Youth Philharmonic beim Usedomer Musikfestival
Orchester des Ostseeraumes blickt auf erfolgreiche Saison 2011
Seebad Ahlbeck, 29. September 2011
Pressemitteilung
Auf seiner „Heimatinsel“ Usedom gibt das Baltic Youth Philharmonic (BYP) unter der Leitung von Musikdirektor Kristjan Järvi am 1. Oktober, 20 Uhr, im Kraftwerk Peenemünde das letzte Konzert der Saison 2011. Das Orchester vereint 90 hochbegabte Studenten aus den zehn Staaten der Ostseeregion, unter ihnen sind sieben Musikstudenten aus Deutschland. Im Rahmen des Usedomer Musikfestivals stehen am Samstagabend die 5. Sinfonie von S. Prokofjew, die sinfonische Dichtung „Im Walde“ von M.K. Ciurlionis und das Violinkonzert von P. Tschaikowsky mit dem Solisten Mikhail Simonyan auf dem Programm.
Die BYP-Saison 2011, unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel, umfasste neun Konzerte in acht Ländern. Nach dem Tourauftakt in Litauen (Kaunas, Pazaislio Festival 30.07.) folgten Auftritte in Russland (Kaliningrad, Sobor-Kathedrale, 31.07.), Polen (Stettin, Philharmonie 01.08.), Dänemark (Kopenhagen, Tivoli, 06.08.), Schweden (Stockholm, Baltic Sea Festival, 02.09.) und Estland (Tallinn, Arvo Pärt Festival, 04.09.). Erstmalig war das vom Usedomer Musikfestival und der Nord Stream AG gegründete Orchester mit einem rein nordischen Programm in Italien zu Gast und feierte große Erfolge bei den Meraner Musikwochen (06.09.) und beim Mailänder Festival MITO SettembreMusica (08.09.). 2011 kooperierte das BYP zum ersten Mal mit dem Dänischen Rundfunk. In Zukunft werden weitere Kooperationen mit anderen großen europäischen Orchestern angestrebt, u.a. mit dem Mitteldeutschen Rundfunk.
Das in diesem Jahr zum ersten Mal angebotene Kammermusik-Programm innerhalb der BYP-Saison 2011 ermöglichte zusätzliche Auftritte im Hauptquartier des Ostseerats in Stockholm, in Schwedens wichtigster Morning Show auf Radio P3, bei der „Wunderbar“, einer spätabendlichen Sonderveranstaltung des Baltic Sea Festivals in Stockholm, auf der Fähre nach Tallinn sowie beim Usedomer Musikfestival. Außerdem erarbeiteten vier Kompositionsstudenten gemeinsam mit dem Schweizer Komponisten Daniel Schnyder ein Werk, was vom BYP aufgeführt wurde. Drei Nachwuchsdirigenten konnten während der Einstudierungsphase in Kaunas bei Kristjan Järvi hospitierten und selbst Proben leiten. Insgesamt zehn Dozenten betreuten die Einzel- und Registerproben. Ausschnitte aus dem Unterricht sind im Internet auf www.baltic-youth-philharmonic.org unter „BYP Lab“ zu sehen.
Bereits in der vierten Saison hat sich das BYP zu einem anerkannten Jugendsinfonieorchester entwickelt, was ein hervorragendes Medienecho sowie Konzertbesuche von den Dirigenten Esa-Pekka Salonen, Neeme Järvi und Tonu Kaljuste belegen. Außerdem befanden sich unter den Ehrengästen der estnische Premierminister Andrus Ansip und der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder.
Das Repertoire 2011 umfasste die 5. Sinfonie von Sergej Prokofjew, die 5. Sinfonie von Dimitri Schostakowitsch sowie die beiden Violinkonzerte von Peter I. Tschaikowsky und Carl Nielsen. Außerdem präsentierte das BYP das Programm „Baltic Voyage“ mit Werken von Komponisten aus allen zehn Ostseenationen.
Weitere Informationen:
Baltic Youth Philharmonic
Das Orchester wurde 2008 in einer gemeinsamen Initiative vom Usedomer Musikfestival und der Nord Stream AG gegründet, um dem Ostseeraum einen Klang zu geben: A New Voice in the North. Das Baltic Youth Philharmonic vereint talentierte junge Musiker zwischen 19 und 30 Jahren aus Musikhochschulen in Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Polen und Deutschland. Kristjan Järvi ist Gründungsdirigent und Musikdirektor. Die Musiker sind herausgefordert, binnen kürzester Zeit kulturelle Unterschiede zu überwinden, um ein gemeinsames Ensemble des Ostseeraumes zu bilden. Durch Kommunikation, Teamwork und Förderung des Einzelnen erweitert das Baltic Youth Philharmonic die musikalischen, kulturellen und gesellschaftlichen Perspektiven der Studenten. Das Orchester ist seit 2009 Associate Member der European Federation of National Youth Orchestras (EFNYO). Die Dirigenten Valery Gergiev, Marek Janowski, Mariss Jansons, Kurt Masur and Esa-Pekka Salonen gehören zum Artistic Council. www.baltic-youth-philharmonic.org
Kristjan Järvi
In Estland geboren und in Amerika aufgewachsen ist der Dirigent Kristjan Järvi eine einzigartige musikalische Persönlichkeit, die die Grenzen der klassischen Musik mit frischen Ideen, Charisma und technischen Können aufbricht. Järvi kombiniert seine klassischen Wurzeln und seine Liebe zum traditionellen Repertoire mit einer ansteckenden Begeisterung für originelle Programme. Er hat als Gastdirigent die weltweit führenden Orchester, unter anderem die Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk, das Orchestre National de France, das NHK Symphony Orchestra und die National Academy of Santa Cecilia dirigiert. Er ist Gründungsdirigent und musikalischer Leiter des Baltic Youth Philharmonic und steht im ständigen Austausch mit dem Londoner Sinfonieorchester. Järvi nimmt exklusiv für Sony Classical auf und wird ab der Saison 2012 - 2013 als Musikdirektor das MDR Sinfonieorchester leiten. www.kristjanjarvi.com
Usedomer Musikfestival
Wie die Ostsee klingt, kann man seit 1994 auf der Insel Usedom hören. Jedes Jahr im Spätsommer widmet sich das Usedomer Musikfestival dem Kulturraum rund um die Ostsee und stellte die Musikszene von Russland, Polen, den baltischen Staaten, Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark sowie des ehemaligen Preußens vor. Solisten wie Mstislaw Rostropowitsch, Gidon Kremer, Baiba Skride, Olli Mustonen, Nina Stemme, Bo Skovhus sowie Jan Garbarek und das Esbjörn Svensson Trio begeisterten ihre Zuhörer. Die Peenemünder Konzerte, u. a. mit dem NDR Sinfonieorchester, zählen zu den Höhepunkten der jährlich rund 40 Veranstaltungen. Vom 24. September bis 15. Oktober 2011 wird das musikalische und kulturelle Leben Litauens die Veranstaltungen prägen. www.usedomer-musikfestival.de
Nord Stream AG
Die Nord Stream AG ist sich ihrer ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Verantwortung bewusst. Das Unternehmen steht für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung im Energiebereich sowie für Umweltschutz und Kulturförderung in der gesamten Ostseeregion. Die Nord Stream AG ist Mitbegründer und Förderer des Baltic Youth Philharmonic, eines Orchesters, das junge Musiktalente aus allen Ostseeanrainerstaaten zusammenbringt und die kulturelle Vielfalt der Region unterstützt. Das Unternehmen ist ein internationales Joint Venture, das zur Planung, zum Bau und zum anschließenden Betrieb einer Erdgaspipeline, die Russland und die Europäische Union durch die Ostsee verbindet, gegründet wurde. www.nord-stream.com
Die BYP-Tour 2011 wird von Saipem gesponsert:
Saipem ist eines der größten und ausgewogensten Unternehmen in der Öl & Gas Industrie, mit charakteristischen Einsatzmöglichkeiten in der Planung und Ausführung von großen Offshore- und Onshore-Projekten. Das Unternehmen genießt eine hervorragende Wettbewerbsposition für die Beschaffung von EPC/EPCI Dienstleistungen für die Ölindustrie mit besonderem Schwerpunkt auf die härtesten und technologisch anspruchsvollsten Projekte: Aktionen in abgelegenen Gebieten, Tiefwasser, Gas und bei "schwierigem" Öl. Saipem ist ein globales und internationales Unternehmen, das über 35.000 Menschen aus mehr als 100 Nationalitäten beschäftigt. Zusammen mit seinen soliden europäischen Inhalten, kommt der größte Teil seiner Beschäftigten aus Entwicklungsländern. www.saipem.com
Signum Saxophonquartett erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis des Usedomer Musikfestivals
Seebad Ahlbeck, 28. September 2011
Pressemitteilung
Das Signum Saxophonquartett aus Köln erhält am Donnerstag, den 29. September, 19:30 Uhr, in der Ev. Kirche Zinnowitz den Preis des Usedomer Musikfestivals 2011, unterstützt von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und mit je einem Auftritt beim Musikfestival und bei den Ende März stattfindenden Usedomer Literaturtagen verbunden. Die Auszeichnung wird bereits zum dritten Mal vergeben. Das Quartett zeigt in dem Konzert in Zinnowitz, dass das Saxophon längst nicht nur in der Unterhaltungsmusik zu Hause ist. Der facettenreiche Klang des Instrumentes ist geradezu perfekt für raffinierte Bearbeitungen bekannter Orchesterwerke, wie z.B. „Aus Holbergs Zeit“ von Edvard Grieg und Béla Bartóks Rumänische Volkstänze. Zudem stehen Werke von den Komponisten Nomeda Valanciute, Zita Bruzaite, Jeronimas Kacinskas aus Litauen und dem Franzosen Thierry Escaich auf dem Programm.
Seit über 40 Jahren fördert die Oscar und Vera Ritter-Stiftung hochbegabte Nachwuchskünstlerinnen und -künstler. Ob Unterstützung von Institutionen, Vergabe von Einzelstipendien, Sonderpreisen oder Leihinstrumenten – die Stiftung arbeitet flexibel und legt Wert darauf, die Entwicklung ihrer Stipendiaten in Nachwuchskonzerten mit verfolgen zu können. Laut Angaben des Vorstandes konnten seit 1967 rund 7,5 Millionen Euro Fördermittel vergeben und über 1700 Stipendiaten direkt unterstützt werden.
„Das Signum Saxophonquartett darf zu den ganz großen seiner Zunft gerechnet werden“, ist in der Rheinischen Presse zu lesen. Das Quartett gründete sich 2006. Drei der Musiker studierten bei Daniel Gauthier, der die erste Professur für klassisches Saxophon in Deutschland erhielt und Gründer des renommierten Alliage Quintetts ist. Die vier jungen Musiker aus Deutschland und Slowenien wollen mit ihrem Ensemble neue Wege bestreiten und musikalische Grenzen aufbrechen. Das erst Mitte des 19. Jahrhunderts erfundene Saxophon wurde in der Welt der klassischen Musik eher stiefmütterlich behandelt und ist mehr im Jazz-Genre beheimatet. Doch das Signum Saxophonquartett setzt sich über tradierte Hörgewohnheiten hinweg und bringt dem Publikum den facettenreichen Klang des Saxophons näher.
Das Repertoire des Signum Saxophonquartetts reicht von klassischer bis zeitgenössischer Musik und schließt zahlreiche Bearbeitungen von Kompositionen mit ein. Wobei die Musiker bei letzterem großen Wert auf die Authentizität des Stückes legen. Sie wollen dem Publikum neue Klangwelten erschließen, indem sie bereits existierendes Material durch eine genaue musikalische Analyse für ihr Instrument arrangieren. Zudem vergibt das Signum Saxophonquartett Auftragswerke an junge Komponisten.
Das Ensemble konzertierte in den letzten fünf Jahren bei den renommiertesten Festivals in Italien, der Schweiz, Frankreich, Slowenien, Serbien, Montenegro, Russland und Thailand. Bei dem 60. Festival junger Künstler in Bayreuth sind sie als Eröffnungsquartett aufgetreten. Seit seiner Gründung wurde das Quartett vielfach ausgezeichnet. Es erhielt unter anderem den 1. Preis beim 14. Torneo Internationale di Musica (TIM) in Verona, Italien, und eine dreijährige Förderung über ein Stipendium des deutschen Musikwettbewerbs. Im Mai 2011 veröffentlichte das Signum Saxophonquartett seine Debüt-CD bei ARS PRODUKTION mit Arrangements von Kompositionen u.a. von Grieg, Ravel und Bartók.
Informationen und Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
Temperamentvolle Streicher in Stolpe und Swinemünde
Konzerte und Meisterkurs mit David Geringas im Schloss Stolpe
Feuriges Streichoktett in Swinemünde
Seebad Ahlbeck, 25. September 2011
Pressemitteilung
Der diesjährige artist in residence David Geringas eröffnet mit einem Kammermusikabend am Montag, 26. September, um 19:30 Uhr, das Ostsee-Musikforum im Schloss Stolpe. Bereits zum sechsten Mal veranstaltet das Usedomer Musikfestival zusammen mit dem Tonkünstlerverband Mecklenburg-Vorpommern die Meisterkurse und -konzerte, unterstützt vom Norddeutschen Rundfunk. David Geringas wird anderthalb Wochen lang mit ausgewählten Studenten in Stolpe zu Gast sein.
In diesem Jahr werden 10 hochtalentierte junge Musiker, vorrangig Cellisten, aus Litauen, Japan, Südkorea, Russland, Deutschland und der Schweiz am Ostsee-Musikforum teilnehmen. Im Abschlusskonzert, am Mittwoch, 5. Oktober, 19:30 Uhr, werden sie ihre erarbeiteten Programme vorstellen. Zudem zeigen die Studenten in der ersten Kurswoche in den Usedomer Schulen ihre Begeisterung für Musik. Am 29. und 30. September spielen die Kursteilnehmer in allen Grundschulen der Insel: Usedom, Karlshagen, Zinnowitz, Koserow, Heringsdorf und Swinemünde. Die Schulkonzerte sind Teil des „Jungen Usedomer Musikfestivals“, das gemeinsam mit der Achterkerke-Stiftung und der Stiftung der Sparkasse Vorpommern für Wissenschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft präsentiert wird.
Beim Eröffnungskonzert des Ostsee-Musikforums am Montagabend wird David Geringas zusammen mit einem mitreißenden Nachwuchsensemble aus Vilnius musizieren: Das Klaviertrio FortVio vereint drei herausragende junge Musiker, die dem Publikum des Usedomer Musikfestivals als Mitglieder des Streichquartetts ArtVio bereits in bester Erinnerung sind.
Das Quartett ArtVio konzertiert am Mittwoch, den 28. September, 19:30 Uhr, im Schloss Stolpe, ebenfalls mit David Geringas sowie Indre Baikstyte, Klavier, und Jina Schneidt, Viola. Neben dem berühmten Streichsextett von Johannes Brahms entführen die Musiker das Publikum in die litauische Klangwelt. Onute Narbutaite gehört zu den momentan erfolgreichsten Komponisten Litauens und fasziniert mit ihren Werken, die von innerer Balance und lyrischer Tiefe geprägt sind. Zur Aufführung an diesem Abend gelangt ihre spieltechnisch hoch anspruchsvolle Komposition Herbstritornello, die eine Hommage an Fryderyk Chopin darstellt. Das Stückt verbindet in genialer Art und Weise Chopins Stil mit Narbutaites Musik. Außerdem erklingt ein Werk von Osvaldas Balakauskas, der zu den wichtigsten Lehrern und einflussreichsten Musikkritikern Litauens zählt.
Auf eine besondere musikalische Begegnung darf sich das Publikum am Dienstag, den 27. September, um 19:30 Uhr, in der König-Christus-Kirche in Swinemünde freuen. Dann musizieren die beiden Quartette ArtVio und Almandin wieder gemeinsam. 2009 haben sich die Musiker beim Usedomer Musikfestival kennen und schätzen gelernt und rissen das Publikum zu euphorischem Beifall hin. Neben den Streichquartetten von Mikalojus K. Ciurlionis und Johannes Brahms (op. 51 Nr. 1) werden die in Vilnius und Hannover ansässigen Streicher mit viel Temperament das Doppelquartett von Louis Spohr interpretieren.
Das Almandin Quartett gründete sich im Jahr 2001 und erhielt im vergangenen Jahr den Preis des Usedomer Musikfestivals, gefördert von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung. Die Mitglieder des jungen ArtVio Streichquartetts schafften es in kürzester Zeit eine eindrucksvolle Liste hervorragender Aufführungen und eine vielfältiges Repertoire zusammenzutragen. Wichtiges Anliegen der Musiker ist die Bekanntmachung litauischer Kompositionen im Ausland. Eine besondere Ehre wurde ihnen 2005 zu Teil: Während eines zweitägigen Staatsbesuches des litauischen Präsidenten Valdas Adamkus in Spanien konzertierte das Ensemble im Königlichen Palast in Madrid.
Informationen und Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
Weitere Informationen:
Als neue Hauptförderer begrüßen wir in diesem Jahr Saipem, Sektkellerei Geldermann und Steigenberger Grandhotel and Spa, Heringsdorf. Neben der Unterstützung der Nord Stream AG, der Volkswagen AG, des Hauptförderers NDR sowie zahlreichen Förderern und Sponsoren, der Europäischen Union, der Bundesregierung, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, des Landkreises Ostvorpommern, der Ämter Usedom-Nord und Usedom-Süd, der Städte Wolgast und Świnoujście und den Gemeinden der Insel Usedom, beteiligte sich auch in diesem Jahr, die aus rund 80 Förderern der Region bestehende Unternehmensinitiative für das Usedomer Musikfestival an der Finanzierung der 18. Saison.
Medienpartner sind NDR Kulturförderung in Mecklenburg-Vorpommern, NDR Kultur, Der Tagesspiegel und die Ostsee-Zeitung.
Litauen hören und sehen - zur Eröffnung des 18. Usedomer Musikfestivals
Rund 40 Veranstaltungen mit Litauens berühmtesten Musikern: Violeta Urmana, David Geringas und Vytautas Landsbergis
Seebad Ahlbeck, 22. September 2011
Pressemitteilung
Drei Wochen lang ist die Insel Usedom Domizil für Litauens prägendste Künstler und neugierige Zuhörer, die den baltischen Staat musikalisch entdecken wollen. Mit einem Sinfoniekonzert „Vilnius - Der Klang einer Hauptstadt“ beginnt am 24. September, um 20 Uhr, im Kaiserbädersaal in Heringsdorf das 18. Usedomer Musikfestival. Als Solist und Leiter des aufstrebenden jungen Sankt Christopher-Kammerorchesters Vilnius wird David Geringas (artist in residence) die Hauptstadt Litauens musikalisch vorstellen - eine Reise auf russischen, litauischen, deutschen und jüdischen Spuren. Auf dem Programm stehen die Streicherserenade op. 48 von Peter Tschaikowsky, das auf ein jüdisches Gebet zurückgehende „Kol nidrei“ von Max Bruch, die Psalmensinfonie von Vytautas Laurusas und „Post Scriptum“ von Anatolijus Senderovas.
In den nächsten drei Wochen werden u.a. die Star-Sopranistin Violeta Urmana, Litauens erster Präsident und Pianist Vytautas Landsbergis, der Urenkel Ciurlionis’, Rokas Zubovas, und das ArtVio Quartett zu erleben sein. Zur Aufführung kommen Werke von mehr als 20 litauischen Komponisten, u.a. Eduardas Balsys, Onute Narbutaite, Vladas Jakubenas und Vytautas Barkauskas, der ein Auftragswerk für das Usedomer Musikfestival komponiert (UA 14.10.2011, Ev. Kirche Koserow).
Preisträger des Usedomer Musikfestivals 2011, gefördert von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, ist das Signum-Saxophonquartett. Die fünf jungen Musiker konzertieren am 29.09. in Zinnowitz. Schirmherr des Festivals ist wie in den Jahren zuvor der Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, der zum Auftaktskonzert des Musikfestivals erwartet wird.
Mit zwei Peenemünder Konzerten setzt das Usedomer Musikfestival wieder Akzente und sendet ein Zeichen des Friedens aus den einstigen Hallen der Heeresversuchsanstalt. Violeta Urmana interpretiert am 8. Oktober Mahlers Rückert-Lieder gemeinsam mit dem NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Krzysztof Urbanski. Bereits am 1. Oktober konzertieren das festivaleigene Orchester Baltic Youth Philharmonic (BYP), Solist Mikhail Simonyan (Violine) und Kristjan Järvi im ehemaligen Kraftwerk Peenemünde. Das Baltic Youth Philharmonic wurde 2008 vom Usedomer Musikfestival und der Nord Stream AG gegründet und vereint hochbegabte Studenten aus allen zehn mit der Ostsee verbunden Staaten. „The New Voice in the North“ bringt unter der Leitung von Gründungsdirigent und Musikdirektor Kristjan Järvi den Ostseeraum zum Klingen. Die jungen Musiker absolvierten 2011 eine erfolgreiche Tournee mit umjubelten Auftritten in Kaunas, Kaliningrad, Kopenhagen, Stettin, Stockholm, Tallinn sowie erstmalig in Meran und Mailand. Die BYP-Saison 2011 steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Eröffnet wird der Konzertabend an diesem Samstag mit einer Variation über ein litauisches Volkslied von Mikalojus Konstantinas Ciurlionis, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts verstärkt mit der Sammlung von traditionellen Liedern aus Litauen beschäftigte. Er gilt als wichtigste Symbolfigur für die Kunst seines Landes. Im Gedenken an seinen 100. Todestag werden seine Werke in etlichen Veranstaltungen zu hören und zu sehen sein. Wie kaum ein anderer verstand er es Musik und Malerei miteinander zu verweben. Extra für das Musikfestival konzipierte das Ciurlionis-Museum in Kaunas eine Ausstellung „Ciurlionis und das Meer“, die ab Sonntag, den 25.09., um 12 Uhr, in der Villa Irmgard in Heringsdorf zu sehen ist. Ausgestellt werden bis zum 18.10. Fotografien, Dokumente und hochwertigste Reproduktionen seiner lichtempfindlichen Gemälde zum Thema „Meer“.
Informationen und Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
Weitere Informationen:
Als neue Hauptförderer begrüßen wir in diesem Jahr Saipem, Sektkellerei Geldermann und Steigenberger Grandhotel and Spa, Heringsdorf. Neben der Unterstützung der Nord Stream AG, der Volkswagen AG, des Hauptförderers NDR sowie zahlreichen Förderern und Sponsoren, der Europäischen Union, der Bundesregierung, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, des Landkreises Ostvorpommern, der Ämter Usedom-Nord und Usedom-Süd, der Städte Wolgast und Świnoujście und den Gemeinden der Insel Usedom, beteiligte sich auch in diesem Jahr, die aus rund 80 Förderern der Region bestehende Unternehmensinitiative für das Usedomer Musikfestival an der Finanzierung der 18. Saison.
Medienpartner sind NDR Kulturförderung in Mecklenburg-Vorpommern, NDR Kultur, Der Tagesspiegel und die Ostsee-Zeitung.
Junges Usedomer Musikfestival stellt sich mit großem Open-Air Spektakel vor
Achterkerke Stiftung und Stiftung der Sparkasse Vorpommern zeigen großes Engagement für Musikvermittlung
Seebad Ahlbeck, 16. August 2011
Pressemitteilung
Mit einer „Demonstration für Musik“ startet am Donnerstag, den 18. August, ab 14:15 Uhr, an der Seebrücke Ahlbeck das Usedomer Musikfestival in die Saison 2011 und möchte damit die Vorfreude auf das „Junge Usedomer Musikfestival“ wecken. Die gemeinsame Initiative des Usedomer Musikfestivals und der Achterkerke-Stiftung mit Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Vorpommern für Wissenschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft vereint zahlreiche Veranstaltungen speziell für junge Ohren. Ziel ist es Kinder und Jugendliche für Musik und Kunst zu sensibilisieren und die Freude am Musizieren zu fördern.
Zum Auftakt des Events stimmen um 14:15 Uhr je ein Alphorn an den Seebrücken in Ahlbeck und Heringsdorf zum Duett an und treten in einen Dialog über das Meer hinweg. Im Anschluss sorgt das Schlagzeugensemble Drumline aus Berlin für mitreißende Rhythmen von HipHop über Samba bis Jazz. In der Tradition eines großen Spielmannzuges ziehen die jungen Musiker von Ahlbeck bis Heringsdorf und laden alle Musikfreudigen ein, sie zu begleiten. In Heringsdorf wird dann das Werk Hymnus Usedomiensis von dem Komponisten und Pädagogen Andreas Peer Kähler uraufgeführt. Zu erleben ist der gewaltige Klang zweier Alphörner verbunden mit Schlagzeug. An der Seebrücke können sich dann neugierige Kinder und Jugendliche selbst auf den Schlaginstrumenten und Alphörnern versuchen.
Das Junge Usedomer Musikfestival widmet sich mit einem vielfältigen, spannenden Programm jungen Zuhörern. Sie sollen selbst ausprobieren und erforschen, wie viel Spaß in der Musik liegt. Auch über die deutsch-polnische Ländergrenze hinweg sollen Kinder und Jugendliche ihr künstlerisches Potential entfalten und durch gemeinsame Projekte Vorurteile abbauen. In der 18. Festivalsaison wird Andreas Peer Kähler bereits im siebten Jahr mit pädagogischer Raffinesse den Nachwuchs auf Entdeckungsreise in die Welt der klassischen Musik begleiten. Zusammen mit der Kunstpädagogin Dr. Beate Zimmermann wird er dem Leben und Wirken des Komponisten, Malers und Dichters Mikalojus Konstantinas Čiurlionis auf den Grund gehen. Schüler und Vorschulkinder werden an eigenen Projekttagen selbst erkennen können, wie stark sich Musik und Malerei beeinflussen. Zur Musik von Čiurlionis, Mussorgsky („Bilder einer Ausstellung“) und Debussy („Childrens Corner“) bringen sie die Vielfarbigkeit der Töne gemeinsam zu Papier. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind zum „Tag der Musik“, am 9. Oktober, im Kulturhof Mölschow, zu sehen. Neben dem „Klingenden Mobil“ aus Berlin, das unter pädagogischer Betreuung zum Ausprobieren unterschiedlichster Musikinstrumente einlädt, gelangt zum Familienkonzert am Nachmittag der Zyklus „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky mit dem Pianisten Ralf-Torsten Zichner zur Aufführung. Illustrator Frank Wowra wird zur Musik nach Vorschlägen der Kinder aus dem Publikum interaktiv Bilder anfertigen.
Studenten des Meisterkurses von David Geringas werden Konzerte an allen fünf Grundschulen der Insel Usedom sowie am Gymnasium in Świnoujście geben und freuen sich auf einen regen Austausch mit den jungen Zuhörern. In zwei Workshops können Schüler Tipps und Tricks von professionellen internationalen Musikern erhalten, die im Rahmen des 18. Usedomer Musikfestivals auftreten. Der Geiger Piotr Plawner wird am 2. Oktober die Musikschule in Swinemünde besuchen. Der Cellist Vytautas Sondeckis arbeitet am 10. Oktober mit Schülern der Musikschule Wolgast. Auch 2011 bietet das Musikfestival den besten Nachwuchsmusikern Mecklenburg-Vorpommerns ein Podium. Die erfolgreichen Preisträger des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ sind am 3. Oktober im Kulturhof Mölschow zu hören. Bereits am 26. September wird, passend zum diesjährigen Gastland des Usedomer Musikfestivals, „Die Reise nach Tilsit“ aus den „Litauischen Geschichten“ von Hermann Sudermann gelesen.
Einige der besten jungen Musikstudenten aus der Ostseeregion sind am 1. Oktober in Peenemünde zu erleben. Das Baltic Youth Philharmonic und Mikhail Simonyan, Violine, spielen unter der Leitung von Musikdirektor Kristjan Järvi. Mit etwas musikalischem Wissen und einer Portion Glück können, ermöglicht durch die Achterkerke-Stiftung, 2x15 Karten für diesen Abend gewonnen werden. Für alle Konzerte des Musikfestivals erhalten Schüler und Studenten eine Ermäßigung von 50%. Karten gibt es schon ab 7,50€.
Informationen und Karten: unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
Sommerkonzert im Kaiserbädersaal
Vorgeschmack auf das 18. Usedomer Musikfestival mit Oboist Albrecht Mayer am 21. August in Heringsdorf
Seebad Ahlbeck, 12. August 2011
Pressemitteilung
Der Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker, Albrecht Mayer, wird beim Sommerkonzert am Sonntag, den 21. August um 20 Uhr im Kaiserbädersaal im Forum Usedom in Heringsdorf gastieren. In Kooperation mit Europas größtem Festival für klassische Musik, dem Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF), findet das Sommerkonzert 2011 bereits zum vierten Mal statt. Nach den erfolgreichen Veranstaltungen der letzten Jahre, unter anderem mit dem Tenor Christoph Prégardien, dem Geiger Frank-Peter Zimmermann und dem Cellisten David Geringas, ist die Zusammenarbeit für das Usedomer Musikfestival eine hervorragende Möglichkeit, sich einem noch breiteren kulturinteressierten Publikum zu präsentieren und neugierig auf die am 24. September beginnende Festivalsaison zu machen. Albrecht Mayer wird am 21. August als Solist und Dirigent des Schleswig-Holstein Kammerorchesters zu erleben sein. Albrecht Mayer, der die Oboe so populär gemacht hat wie das Klavier und die Geige, ist für seine CD Einspielungen schon zweimal mit dem Echo-Klassik ausgezeichnet worden und war für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. Zur Aufführung kommen Werke von Edward Elgar, Carl Philipp Emanuel Bach, Joseph Haydn und Felix Mendelssohn Bartholdy. Außerdem wird Gabriel Adriano Schwabe, Violoncello, das Publikum begeistern. Der erst 23-Jährige ist bereits Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe und hat bereits an Meisterkursen von zwei arists in residence des Usedomer Musikfestivals, David Geringas und Gidon Kremer, teilgenommen. Vom 24. September bis zum 15. Oktober steht dann der reiche musikalische Schatz Litauens auf dem Programm des 18. Usedomer Musikfestivals. In Erinnerung an den 100. Todestag der litauischen Künstlerpersönlichkeit Mikalojus K. Čiurlionis widmet sich das Musikfestival den Werken des Musikers und Malers u.a. in einer Ausstellung, die extra für das Musikfestival vom Čiurlionis-Museum in Kaunas zusammengestellt wird. Zudem wird sich dessen Urenkel, der Pianist Rokas Zubova, dem Werk des Litauers in Wort, Bild und Musik annähern. Dabei verwischen die Grenzen der Genres – Töne werden sichtbar und Farben hörbar. Karten und Informationen: 038378.34647, www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
18. Usedomer Musikfestival heißt Litauen willkommen! Farben hören - Töne sehen
Die litauische Musikszene ist vom 24.09. - 15.10.2011 auf der Insel Usedom zu erleben
Seebad Ahlbeck, 19. Mai 2011
Pressemitteilung
Das 18. Usedomer Musikfestival präsentiert vom 24. September bis zum 15. Oktober die erfolgreichsten Künstler der Musikszene Litauens. Das komplette Programm stellten heute u.a. Intendant Thomas Hummel und Dramaturg Jan Brachmann auf der Pressekonferenz in Ahlbeck vor. In rund 40 Veranstaltungen werden die Sopranistin Violeta Urmana, der Cellist David Geringas, die Pianisten Vytautas Landsbergis und Petras Geniušas, das ArtVio Quartett sowie das Sankt Christopher-Kammerorchester Vilnius nicht nur bekannte Werke von Tschaikowsky, Brahms und Strauss interpretierten, sondern berühmte Komponisten ihres Landes vorstellen. Zu ihnen zählen u.a. Vytautas Laurušas, Vytautas Barkauskas, der ein Auftragswerk für das Usedomer Musikfestival komponiert, und Mikalojus Konstantinas Čiurlionis. Letzter gilt als die herausragende Künstlerpersönlichkeit des baltischen Staates und verbindet in seinem Schaffen Musik und Malerei in einzigartiger Manier. Anlässlich seines 100. Todestages setzt sich das Musikfestival unter verschiedenen Blickwinkeln mit dem Werk des Malers und Tonsetzers auseinander. Preisträger des Usedomer Musikfestival 2011, gefördert von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, ist das Signum-Saxophonquartett. Die fünf jungen Musiker konzertieren am 29.09. in Zinnowitz. Schirmherr des Festivals ist wie in den Jahren zuvor der Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering.
Der Botschafter der Republik Litauen, Mindaugas Butkus, äußerte sich hocherfreut über die Wahl des Schwerpunktlandes: „Dass Litauen im Mittelpunkt des diesjährigen Usedomer Musikfestivals steht, stellt für mich eine euphonische Fortsetzung der vor mehr als zwei Jahrzenten angestimmten Singenden Revolution dar. Mit Musik haben wir unsere Freiheit herausgesungen. Nun tönen wir uns mit unseren hervorragenden Musiktalenten in die europäische Gemeinschaft harmonisch hinein." In Anwesenheit des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert und des Litauischen Premierministers Andrius Kubilius präsentierte sich das Usedomer Musikfestival bereits am Montag in der Deutschen Botschaft in Vilnius.
Die Saison 2011 verspricht ein breitgefächertes Programm, das die litauische Musikszene umfänglich widerspiegelt: Klassik, Neue Musik, Folk und Jazz. Insgesamt werden Werke von mehr als 20 Komponisten aus Litauen zu hören sein. Als einer der vielseitigsten Musiker unserer Zeit sowie Kenner und Förderer der Musik des Baltikums prägt David Geringas das 18. Usedomer Musikfestival in besonderem Maße. Er eröffnet als Solist und Dirigent des Sankt Christopher-Kammerorchesters, Vilnius, am 24. September im Kaiserbädersaal in Heringsdorf die dreiwöchige Veranstaltungsreihe. Der Cellist ist im Liederabend der gefeierten Opernsängerin Violeta Urmana zu erleben (6.10.) und konzertiert am 2. Oktober mit dem Klavierduo Ibelhauptas, wo u.a. der Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns mit Texten, verfasst und gelesen von dem Kabarettisten Herbert Feuerstein, zur Aufführung gelangt. Zudem gestaltet er einen Duo-Abend mit dem Pianisten Ian Fountain, konzipierte einen Abend, an dem er neben dem Cello auch das Baryton spielen wird und gibt auf Schloss Stolpe seinen Meisterkurs mit Konzerten. In Stolpe werden die im Jahr 2009 frenetisch vom Publikum umjubelten Musiker des ArtVio Quartetts aus Vilnius wieder gastieren und in Świnoujście gemeinsam mit dem Almandin Quartett aus Hannover musizieren (27.09.).
Mit zwei Peenemünder Konzerten setzt das Usedomer Musikfestival wieder Akzente und sendet ein Zeichen des Friedens aus den einstigen Hallen der Heeresversuchsanstalt. Violeta Urmana, eine der momentan weltweit gefragtesten Sopranistinnen, interpretiert am 8. Oktober Mahlers Rückert-Lieder gemeinsam mit dem NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Krzysztof Urbański. Bereits am 1. Oktober sind das festivaleigene Orchester Baltic Youth Philharmonic und Kristjan Järvi im ehemaligen Kraftwerk Peenemünde zu erleben. Neben Mikalojus K. Čiurlionis’ Sinfonischer Dichtung „Im Walde“ führt das Jugendsinfonieorchester die 5. Sinfonie von Sergej Prokofjew und das Violinkonzert von Peter I. Tschaikowsky mit dem Solisten Mikhail Simonyan auf. Das Baltic Youth Philharmonic wurde 2008 vom Usedomer Musikfestival und der Nord Stream AG gegründet und vereint hochbegabte Studenten aus allen zehn mit der Ostsee verbunden Staaten. „The New Voice in the North“ bringt unter der Leitung von Gründungsdirigent und Musikdirektor Kristjan Järvi den Ostseeraum zum Klingen. Mit unbändiger Freude am Musizieren begeistern die jungen Musiker das Publikum in dieser Saison in Kaunas, Kaliningrad, Kopenhagen, Stettin, Stockholm, Tallinn sowie erstmalig in Meran und Mailand.
Mit festlichen barocken Klängen endet am 15. Oktober in der Kirche Wolgast die diesjährige Festivalsaison. Über den Schutzheiligen Litauens und König von Polen, den heiligen Kasimir, komponierte Alessandro Scarlatti ein berauschendes Oratorium zwischen weltlicher Liebe, königlichem Pomp, Keuschheit und Demut. Interpretiert wird das Werk vom Brevis Consort aus Vilnius unter der Leitung von Darius Stabinskas.
Die Werke von Mikalojus Konstantinas Čiurlionis ziehen sich wie ein roter Faden durch das von Dramaturg Jan Brachmann und Intendant Thomas Hummel entworfene Programm. Čiurlionis gilt als ein Maler in Tönen, der atmosphärische Dichte und Weite gleichermaßen einfängt und Landschaften mit intensiver Farbigkeit entstehen lässt. Ein Nachfahre des Künstlers, der Pianist Rokas Zubovas, portraitiert dessen Leben und Werk durch Musik, Lesungen und Bilder (2.10., OHN, Koserow). Die Symphonische Dichtung „Im Walde“, die erste dieser Form in Litauen, ist für Orchester vom Baltic Youth Philharmonic zu hören (1.10.), wie auch in der Version für zwei Klaviere (2.10., Benz). Zwischen Klassik und Jazz bewegen sich die Pianisten Vytautas Landsbergis und Petras Geniušas sowie der Klarinettist Vladimir Chekassin, indem sie Klavierstücke von Čiurlionis Jazzimprovisationen für Klarinette und Klavier gegenüberstellen. Zu sehen ist zudem eine extra für das Festival vom Čiurlionis-Museum in Kaunas zusammengestellte Ausstellung (Villa Irmgard, Heringsdorf) sowie eine weitere im Kunstpavillon Heringsdorf, in der sich Klaus Killisch dem Werk des Litauers annähert.
Die diesjährigen Schulprojekte rücken ganz im Sinne Čiurlionis die Verbindung von Malerei und Musik in den Mittelpunkt. Unterstützt von der Achterkerke-Stiftung und der Stiftung der Sparkasse Vorpommern, wird Andreas Peer Kähler in der Reihe „Junges Usedomer Musikfestival“ Entdeckungsreisen in die Welt der Kunst unternehmen. Auf die Bilder, die im Familienkonzert am 9.10. in Mölschow u.a. zu Musik von Mussorgsky entstehen bzw. zu Čiurlionis, und Debussy in Schulprojekten entworfen werden, darf man gespannt sein.
Die deutsch-polnische Zusammenarbeit führt das Usedomer Musikfestival auch in dieser Saison weiter. Neben einem Kammermusikabend mit dem Quartetten Almandin und ArtVio (27.09.) sowie einem Sinfoniekonzert mit der Polnischen Kammerphilharmonie Sopot (13.10), werden wieder Workshops, Schulkonzerte und ein Gottesdienst veranstaltet.
Beim traditionellen Jazz-Konzert auf der Adler-Vineta sorgt 2011 erstmalig das junge Böttger Swingtett für beschwingte Rhythmen (9.10.). Ergänzt wird das Festivalprogramm mit der Musikalischen Inselrundfahrt (11.10.) und der Synagogenrundfahrt (3.10). Außerdem lädt das Usedomer Musikfestival traditionell den Preisträger von Young Concert Artists ein. Der Pianist Da Sol wird seinen Solo-Abend dem Virtuosen Franz Liszt widmen (30.09., Heringsdorf).
In Kooperation mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival ist das Usedomer Musikfestival 2011 zum vierten Mal mit einem Sonderkonzert schon zur Sommerzeit vertreten. (21. August, Heringsdorf). Der Oboist Albrecht Mayer leitet das Schleswig-Holstein Festival Kammerorchester und tritt neben Gabriel Adriano Schwabe, Violoncello, als Solist auf.
Als neue Hauptförderer begrüßen wir in diesem Jahr Eni Saipem, Sektkellerei Geldermann und Steigenberger Grandhotel and Spa, Heringsdorf. Neben der Unterstützung der Volkswagen AG, des Hauptförderers NDR sowie zahlreichen Förderern und Sponsoren, der Europäischen Union, der Bundesregierung, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, des Landkreises Ostvorpommern, der Ämter Usedom-Nord und Usedom-Süd, der Städte Wolgast und Świnoujście und den Gemeinden der Insel Usedom, beteiligte sich auch in diesem Jahr, die aus rund 80 Förderern der Region bestehende Unternehmensinitiative für das Usedomer Musikfestival an der Finanzierung der 18. Saison.
Informationen und Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de sowie bei zahlreichen Ticketonline-Vorverkaufsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Neugierig auf das 18. Usedomer Musikfestival 2011
Karten für Konzerthöhepunkte mit Violeta Urmana und David Geringas sind ab sofort buchbar
Seebad Ahlbeck, 23. Dezember 2010
Pressemitteilung
Pünktlich zum Jahresende veröffentlicht das Usedomer Musikfestival einen Ausblick auf die 18. Saison. Ab sofort sind für zehn ausgewählte Konzerthöhepunkte Karten buchbar. Vom 24. September bis 15. Oktober 2011 steht die Musikszene Litauens im Zentrum der dreiwöchigen Veranstaltungsreihe. Die weltweit bekanntesten Botschafter litauischer Musik werden auf der Insel Usedom zu Gast sein: Cellist David Geringas und die Sopranistin Violeta Urmana.
Auf den großen internationalen Opernbühnen schätzt man die dramatische Stimme Urmanas, die vom warmen Mezzo bis zu metallisch glänzenden Spitzentönen reicht. Sie fasziniert mit lupenreiner Technik und mitreißender musikalischer Gestaltung. Bevor sie beim Usedomer Musikfestival gleich an zwei Abenden zu erleben ist, singt sie u.a. an der New Yorker Metropolitan Opera, der Wiener Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, der Hamburger Staatsoper und bei den BBC Proms. Am 6. Oktober gibt sie, unter Mitwirkung von David Geringas, einen Liederabend in der Evangelischen Kirche in Ahlbeck. Zwei Tage später, am 8. Oktober, wird Violeta Urmana im Großen Konzert des Musiklandes Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit dem NDR Sinfonieorchester, unter der Leitung von Krzyszof Urbanski, in Peenemünde Rückert-Lieder von Gustav Mahler interpretieren.
Eröffnet wird das 18. Usedomer Musikfestival am 24. September von David Geringas und dem Sankt Christopher-Kammerorchester, Vilnius, im Kaiserbädersaal in Heringsdorf. Auf dem Programm stehen neben der beliebten Streicherserenade von Peter Tschaikowsky Werke der Litauer Vytautas Laurusas, Anatolijus Senderovas und Mikalojus K. Čiurlionis. Letzterer zählt zu den prägendsten Künstlerpersönlichkeiten Litauens. Sein Todestag jährt sich 2011 zum 100. Mal. Als Komponist und Maler lässt er in seinen Werken die Grenzen beider Genres verwischen – Töne werden sichtbar und Farben hörbar. Das Festival zeigt in einer Ausstellung in der Villa Irmgard den Künstler in seiner Vielseitigkeit. Unter dem Titel „Auf der Suche nach klingenden Landschaften“ wird sich der Ur-Urenkel des großen Litauers, der Pianist Rokas Zubovas, Čiurlionis in Wort, Bild und Musik widmen (2. Oktober, Atelier Otto Niemeyer-Holstein). Am 7. Oktober kann man im Hotel zur Post, Bansin, Klavierwerke von Čiurlionis in Originalversionen und raffinierten Jazz-Arrangements mit Klavier und Saxophon entdecken. Das Baltic Youth Philharmonic hat ebenfalls ein Werk von Čiurlionis auf ihrem Konzertprogramm am 1. Oktober im Kraftwerk des Museums Peenemünde. Das vom Usedomer Musikfestival und der Nord Stream AG gegründete Jugendsinfonieorchester nimmt das Publikum auf eine musikalische Reise durch den Ostseeraum mit und stellt unter der Leitung von Kristjan Järvi Werke von Komponisten aus allen mit der Ostsee verbundenen Staaten vor.
Ein barockes Fest bildet am 15. Oktober den Abschluss des Usedomer Musikfestivals: Über den Schutzheilige von Litauen schrieb Alessandro Scarlatti das Oratorium „Der heilige Kasimir, König von Polen“. Aufgeführt wird es vom Brevis Consort aus Vilnius in der St. Petri Kirche in Wolgast.
Bereits am 21. August veranstaltet das Usedomer Musikfestival gemeinsam mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival das seit drei Jahren erfolgreiche Sommerkonzert im Kaiserbädersaal in Heringsdorf. Erwartet werden u.a. der gefeierte Oboist Albrecht Mayer und das Schleswig-Holstein Festival Kammerorchester.
Karten und Informationen: Tel.: 038378.34647, www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
Mediale Reichweite des Usedomer Musikfestivals auf 102 Mio. gestiegen
Usedomer Musikfestival, Baltic Youth Philharmonic und Usedomer Literaturtage überbieten Zahlen des Vorjahres
Seebad Ahlbeck, 2. Dezember 2010
Pressemitteilung
Der Erfolg und die damit verbundene Ausstrahlung des Usedomer Musikfestivals wachsen mit jedem Jahr. So konnten 2010 alle bisher erreichten Ergebnisse überboten werden. Mit einer Reichweite in Printmedien, TV und Rundfunk von über 102 Mio. ziehen die Veranstalter Bilanz. Im Vorjahr erreichte das Festival eine Reichweite von 95 Mio. Erstmals war ein ausländischer Premierminister auf dem deutschen Teil der Insel zu Gast: Der lettische Premier Valdis Dombrovskis besuchte mit dem lettischen Kulturminister Ints Dalderis das Eröffnungskonzert des Festivals in Peenemünde. Gemeinsam mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel übernahm er die Schirmherrschaft über die Auftaktsveranstaltung. Schirmherr des gesamten Musikfestivals war wie im vergangenen Jahr der Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern Erwin Sellering. Das Festival um Intendant Thomas Hummel ist mit den Sonderprojekten, Baltic Youth Philharmonic, Usedomer Literaturtage und Sommerkonzert, das ganze Jahr über ein kultureller Motor der Insel Usedom und präsentiert die Region im In- und Ausland.
Die höchste Besucherzahl der Festivalgeschichte, über 13.000 Gäste, und eine Auslastung von 95% erreichte das Festival mit dem diesjährigen Schwerpunkt: „Lettland – durch Musik zur Welt gebracht“. Mit Konzertübertragungen in Australien, Korea, Kroatien, Lettland und den USA, Berichterstattungen in Polen, Dänemark, Estland, Lettland, Russland, Großbritannien und den USA sowie in Deutschland, u.a. in der ZEIT, im Tagesspiegel und auf Deutschlandradio sowie im ZDF, erzielte das Festival Aufmerksamkeit.
Die Idee des Festivals, den Ostseeraum kulturell zu vereinen, ist nicht nur programmatische Basis der dreiwöchigen Klassik-Reihe im September/Oktober sondern wird seit 2008 mit dem Baltic Youth Philharmonic vertieft. Gemeinsam mit der Nord Stream AG gründete das Usedomer Musikfestival ein Jugendsinfonieorchester, das sich aus talentierten Studenten aller 10 mit der Ostsee verbundenen Staaten zusammensetzt. Unter der Leitung von Gründungsdirigent Kristjan Järvi gab das Orchester mit dem Solisten Jan Vogler (Violoncello) acht Konzerte in sechs Ländern: in Polen (Gdansk), Dänemark (Kopenhagen, Tivoli), Estland (Pärnu), Lettland (Riga, Große Gilde), Russland (St. Petersburg, Mariinsky Konzertsaal und Open Air vor dem Russischen Museum) und in Deutschland. Dort traten die Musiker erstmalig beim Festival Young Euro Classic im Berliner Konzerthaus auf. Am 25. September eröffnete das Baltic Youth Philharmonic mit der Geigerin Baiba Skride in Peenemünde das 17. Usedomer Musikfestival unter der Leitung von Neeme Järvi.
Im März 2010 fanden die Usedomer Literaturtage ihre erfolgreiche Fortsetzung. Die Veranstaltungsreihe ist ein weiterer Beitrag zur Verständigung zwischen Polen und Deutschen. Sie bietet ein Podium für Austausch und Diskussion und weckt die Neugier auf das Entdecken der gemeinsamen Geschichte. Literarische Größen wie Christoph Hein, Uwe Rada, Marek Krajewski sowie die Kritiker Joachim Kaiser und Hellmuth Karasek sorgten für großes Publikumsinteresse. Fast alle Veranstaltungen waren ausverkauft.
Komplettiert werden die kulturellen Aktivitäten der Veranstalter des Usedomer Musikfestivals, das vom Förderverein Usedomer Musikfreunde e.V. (Vorstandsvorsitzender: Rolf Seelige-Steinhoff) getragen wird, durch das Sommerkonzert, in Kooperation mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival.
Neben der Unterstützung der Volkswagen AG und des Hauptförderers NDR sowie zahlreichen Förderern und Sponsoren, der Europäischen Union, der Bundesregierung, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, des Landkreises Ostvorpommern, der Ämter Usedom-Nord und Usedom-Süd, der Städte Wolgast und Świnoujście und den Gemeinden der Insel Usedom, beteiligte sich auch in diesem Jahr, die aus rund 80 Förderern der Region bestehende Unternehmensinitiative für das Usedomer Musikfestival an der Finanzierung der 17. Saison.
2011 steht vom 24. September bis 15. Oktober Litauen im Mittelpunkt des 18. Usedomer Musikfestivals.
Informationen zum Usedomer Musikfestival sind unter Tel.: 038378.34647 sowie auf den Internetseiten: www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de zu erhalten.
Zwei Young Concert Artists Preisträger beim Usedomer Musikfestival 2011
Am Samstag gewannen zwei Young-Stars das Finale von YCA New York sowie den Preis des Usedomer Musikfestivals 2011
New York, 7. November 2010
Pressemitteilung
Die Preisträger des Usedomer Musikfestivals 2011 wählte Intendant Thomas Hummel am Samstag, 6. November, in der Kaufmann Concert Hall in New York aus. Der erst 15-jährige Pianist George Li und der 18-jährige Klarinettist Narek Arutyunyan sind zwei der insgesamt drei Gewinner des Internationalen Finals von Young Concert Artist 2010 und erhielten ein Engagement beim Usedomer Musikfestival 2011.
Zwölf Finalisten stellten sich am Samstag der Jury von Young Concert Artists. Mit seinen erst 15 Jahren beeindruckte George Li aus Massachusetts durch atemberaubende Technik und souveräne, feinsinnige Interpretation. Er ist bereits Preisträger mehrerer Klavierwettbewerbe (u.a. Gina Bachauer International Piano Competition, 2008) und konzertierte u.a. mit dem Cleveland Orchestra, dem Simon Bolivar Youth Symphony Orchestra of Venezuela und dem Nordic Chamber Orchestra Sweden.
Der Klarinettist Narek Arutyunyan begeisterte mit nuanciertem Klang und mitreißendem Spiel. Der gebürtige Armenier erhielt Unterricht am Moskauer Tschaikowski Konservatorium und wurde in diesem Jahr am Queens College in New York aufgenommen. Auch er sammelte schon reichlich Konzerterfahrungen u.a. mit dem Moskauer Symphonie Orchester sowie auf Musikfestivals in Kanada, Frankreich und Russland und ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe.
Die Zusammenarbeit mit Young Concert Artists zählt zu den ältesten und erfolgreichsten Traditionen des Usedomer Musikfestivals. Im Gründungsjahr des Festivals, 1994, stellte Schirmherr Kurt Masur den Kontakt zu den Verantwortlichen in New York her. Seit dem sind jedes Jahr die Preisträger mit einem Konzert auf der Insel Usedom zu hören.
Susan Wadsworth rief die gemeinnützige Stiftung 1961 ins Leben. Durch den hoch angebundenen Wettbewerb ebnet Young Concert Artists herausragenden jungen Musikern den Weg zu einer erfolgreichen Karriere. Die Preisträger erhalten neben einem professionellen Management u.a. Konzert-Debuts in den berühmten Konzertsälen Amerikas. Renommierte Künstler wie die Pianisten Murray Perahia und Jean-Yves Thibaudet, der Geiger Pinchas Zukerman und das Mendelssohn String Quartet sind Preisträger von Young Concert Artists.
Kartenhotline des Usedomer Musikfestivals: 038378.34647
www.usedomer-musikfestival.de
Abschlussbilanz „Lettland – durch Musik zur Welt gebracht“
Erneuter Besucherrekord mit über 13.000 Gästen
Größte musikalische Präsentation Lettlands mit Ehrung vom Lettischen Ministerkabinett
Seebad Ahlbeck, 17. Oktober 2010
Mit Lettlands erfolgreichstem jungen Pianisten Vestard Shimkus und dem NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Teodor Currentzis endete am Samstag, 16. Oktober, 20 Uhr, im Kraftwerk des Museums Peenemünde das 17. Usedomer Musikfestival. Beginnend am 25. September, widmete sich das Festival in über 41 Veranstaltungen dem Musikschatz Lettlands. In der Geschichte des baltischen Staates war die dreiwöchige Veranstaltungsreihe die größte und umfangreichste Präsentation der Musiklandschaft außerhalb der Landesgrenzen. 2010 verzeichnet das Musikfestival einen neuen Besucherrekord von über 13.000 Gästen. Wie 2009 liegt die Auslastung bei 95%. Neben 27 ausverkauften Veranstaltungen fanden alle anderen Konzerte in fast vollbesetzten Räumen statt. Mit Konzertübertragungen in Australien, Lettland, Kroatien, Korea und den USA erreichte das Festival weltweite Verbreitung. NDR Kultur übertrug zwei Peenemünder Konzert live und wird, wie auch Deutschlandradio Kultur und rbb Kulturradio, weitere Veranstaltungen des diesjährigen Festivals senden. Zum Eröffnungskonzert in Peenemünde mit dem Baltic Youth Philharmonic, Baiba Skride, Neeme Järvi und dem NDR Chor, war erstmals ein Premierminister anwesend: Valdis Dombrovskis besuchte mit dem lettischen Kulturminister Ints Dalderis die Veranstaltung und übernahm gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Schirmherrschaft über das Auftaktkonzert. Schirmherr des Usedomer Musikfestivals war wie im vergangenen Jahr der Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern Erwin Sellering. Mit zwei Peenemünder Konzerten setzte das Usedomer Musikfestival wieder denkwürdige Akzente zum Beginn und Abschluss der Saison. Die 2002 vom Festival und dem Norddeutschen Rundfunk ins Leben gerufene Reihe ist mittlerweile eine nicht mehr wegzudenkende, feste Größe innerhalb des dreiwöchigen Programms. 2011 steht vom 24. September bis 15. Oktober Litauen im Mittelpunkt des Festivals.
Für die Vorstellung lettischer Interpreten und Komponisten sowie für die Förderung der kulturellen Zusammenarbeit zwischen Lettland und Deutschland erhielt Intendant Thomas Hummel am Freitag, 15. September, das Ehrendiplom des Ministerkabinett Lettlands. In Anwesenheit der Kulturminister Lettlands und Mecklenburg-Vorpommerns, Ints Dalderis und Henry Tesch wurde dem Intendanten die Auszeichnung in der Lettischen Botschaft in Berlin verliehen.
Das Land des Gesanges, das durch die Singende Revolution die Unabhängigkeit erreichte, begeisterte durch musikalische Aushängeschilder wie Baiba Skride (artist in residence), Gidon Kremer und die Kremerata Baltica (ensemble in residence) und dem Lettischen Rundfunkchor. Zudem überraschten kreative zeitgenössische Komponisten wie Peteris Vasks (composer in residence) und Eriks Esenvalds sowie talentierte Jungstars der Klassikszene wie Pianist Vestard Shimkus und das Ensemble Carion. Für eine Vorstellung Lettlands auf Weltniveau sorgten auch die Organistin Iveta Apkalna, der Bass-Bariton Egils Silins sowie Lauma und Linda Skride.
Als composer in residence lud das Usedomer Musikfestival den Letten Peteris Vasks ein, dessen insgesamt acht aufgeführte Werke vom Publikum großen Beifall ernteten. Für das Festival schrieb er das Auftragswerk „Musique du Soir“ für Orgel und Violoncello, interpretiert von Iveta Apkalna und David Geringas. In deutscher Erstaufführung spielte das Almandin Quartett sein 5. Streichquartett. Zudem wurde Santa Buss` „Intim“ für Bläserquintett durch das Ensemble Carion uraufgeführt. Im Zentrum des von Dramaturg Dr. Jan Brachmann und Intendant Thomas Hummel konzipierten Programms standen die lettischen Komponisten Peteris Vasks, Jazeps Vitols, Alfred Kalnins und Eriks Esenvalds.
Auf der deutsch-polnischen Insel beheimatet, feierte das Musikfestival in mehreren Veranstaltungen den 200. Geburtstag von Fryderyk Chopin. Für hochkarätige Klavierabende sorgten die Pianisten Boris Berezovsky, Ewa Kupiec und Gergely Bogányi. Letzterer brillierte mit einer Weltpremiere: Erstmals stellte sich der Pianist erfolgreich der Herausforderung das gesamte Klaviersolowerk von Chopin in einem Konzert auswendig abrufen zu können. In der Heringsdorfer Kirche spielte er per Los und nach Wunsch des Publikums. Einen eigenwilligen und zugleich stimmungsvollen Beitrag zum Chopin-Jahr lieferten der Pianist Nils Henrik Asheim und Gjertruds Zigeunerorchester mit der Bearbeitung von Chopins Mazurken. Feuilletonist Joachim Kaiser und Manfred Osten widmeten sich im Gespräch dem Leben und Wirken des polnischen Komponisten.
Das Usedomer Musikfestival ist seit 2008 Heimat des Baltic Youth Philharmonic. Das vom Festival und der Nord Stream AG gegründete Sinfonieorchester vereint unter der Leitung von Gründungsdirigent und Musikdirektor Kristjan Järvi talentierte junge Musiker des Ostseeraumes. Als Botschafter der Ostseeregion konzertierte das BYP in diesem Jahr vor insgesamt 7.300 Zuhörern in Danzig, Kopenhagen, Pärnu, Riga, St. Petersburg (Mariinsky Konzertsaal und Open-Air vor dem Russischen Museum) sowie zum Usedomer Musikfestival in Peenemünde.
In Kirchen, Konzertsälen, Ateliers oder kaiserzeitlichen Gebäuden auf der Insel Usedom sowie im Kraftwerk des Museums in Peenemünde waren in diesem Jahr über 500 Künstler zu erleben. Es gastierten vier Orchester (NDR Sinfonierochester, Kremerata Baltica, Polnische Kammerphilharmonie Sopot, Baltic Youth Philharmonic) und vier Chöre (Lettischer Rundfunkchor, NDR Chor, Cantus Chor, Logos Chor).
Das Almandin Quartett erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Preis des Usedomer Musikfestivals, gefördert von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung. Traditionell gab auch der Gewinner des Europäischen Finales von Young Concert Artists in Leipzig, der Geiger Marc Bouchkov, innerhalb des Festivals ein Konzert.
Die langjährige Zusammenarbeit mit dem polnischen Teil der Insel Usedom fand in mehreren Veranstaltungen ihre erfolgreiche Fortsetzung. In Świnoujście fanden ein Sinfoniekonzert mit der Kammerphilharmonie Sopot und dem Pianisten Gergely Bogányi, ein Kammermusikabend mit der gefeierten Chopin-Interpretin Ewa Kupiec, sowie Workshops, Schulkonzerte und ein Festgottesdienst in der Kirche des Seligen Märtyrerbischofs Michał Kozal mit dem Cantus Chor statt. Zudem wurde eine Schloss-Exkursion nach Stettin angeboten.
Bereits zum sechsten Mal veranstaltete das Usedomer Musikfestival zusammen mit dem Tonkünstlerverband Mecklenburg-Vorpommern das Ostsee-Musikforum, unterstützt vom Norddeutschen Rundfunk. David Geringas unterrichtete anderthalb Wochen lang ausgewählte Meisterstudenten aus Japan, Südkorea, Slowenien, Russland und Deutschland. Sie gaben drei Konzerte im Schloss Stolpe, mehrere Schulkonzerte auf deutschem und polnischem Teil der Insel.
Neben der Unterstützung der Volkswagen AG und des Hauptförderers NDR sowie zahlreichen Förderern und Sponsoren, der Europäischen Union, der Bundesregierung, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, des Landkreises Ostvorpommern, der Ämter Usedom-Nord und Usedom-Süd, der Städte Wolgast und Świnoujście und den Gemeinden der Insel Usedom, beteiligte sich auch in diesem Jahr, die aus rund 80 Förderern der Region bestehende Unternehmensinitiative für das Usedomer Musikfestival an der Finanzierung der 17. Saison.
Kinder und Jugendliche für Musik zu begeistern und ihnen die Faszination des Musizierens näher zu bringen, ist seit Beginn Anliegen des Usedomer Musikfestivals. In der 17. Saison warteten über zehn spezielle Veranstaltungen (Schulprojekte, Workshops mit Künstlern des Festivals, Konzerte) auf neugierige junge Ohren. Unterstützung erhielt das Junge Usedomer Musikfestival 4you von der Achterkerke-Stiftung und dem NDR Medienpartner. Andreas Peer Kähler begeisterte mit dem Schulprojekt „Das Leben Robert Schumanns“ sein junges Publikum bereits zum sechsten Mal.
Das Usedomer Musikfestival gewann mit den programmatisch eng verbundenen, künstlerisch hochwertigen Veranstaltungen weiter an Renommee. Damit trägt das Festival entscheidend zur Attraktivitätssteigerung der gesamten Region bei und ist eine Bereicherung der Festivalszene in Deutschland und im Ostseeraum.
Das Festival im Fernsehen und Hörfunk:
Montag, 18.10., 19:30 Uhr NDR Fernsehen, Nordmagazin: Bericht vom Abschlusskonzert
Donnerstag, 21.10., 20:00 – 22:30 Uhr Deutschlandradio Kultur
Karten und Informationen unter Tel.: 038378.34647
Henry Tesch würdigt in lettischer Botschaft Engagement von Thomas Hummel
Feierliche Verleihung des Lettischen Ehrendiploms an Thomas Humml
Seebad Ahlbeck, 15. Oktober 2010
Pressemitteilung
Thomas Hummel erhielt heute das Ehrendiplom des Ministerkabinett Lettlands für die Vorstellung lettischer Interpreten und Komponisten sowie für die Förderung der kulturellen Zusammenarbeit zwischen Lettland und Deutschland. In Anwesenheit von den Kulturministern Lettlands und Mecklenburg-Vorpommerns, Ints Dalderis und Henry Tesch wurde dem Intendanten die Auszeichnung in der Lettischen Botschaft in Berlin verliehen. In der Begründung heißt es: „Die lettische Musik wurde bei dem bemerkenswerten internationalen Musikfestival in Deutschland so breitgefächert repräsentiert. Wir sind Herrn Hummel ganz besonders dankbar für seinen unschätzbaren Beitrag, eine Präsentation solchen Ausmaßes von lettischen Musikern zu organisieren – nicht nur auf europäischen, sondern auf Welt-Niveau.“ In der einstündigen Feierlichkeit würdigte auch Henry Tesch in seiner Ansprache die Verdienste von Thomas Hummel und sicherte weitere Unterstützung des Festival von Seiten der Landesregierung zu.
Morgen, Samstag, den 16. Oktober, 20 Uhr, geht mit dem Großen Sinfoniekonzert in Peenemünde das 17. Usedomer Musikfestival und die Musiklandsaison Mecklenburg-Vorpommern zu Ende. Das NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Teodor Currentzis sowie Lettlands erfolgreichster Pianist Vestard Shimkus werden den traditionellen Konzerthöhepunkt gestalten. Vom 25. September bis zum 16. Oktober standen die 41 Veranstaltungen des Usedomer Musikfestivals unter dem Motto „Lettland – durch Musik zur Welt gebracht“.
Abschlusskonzert des 17. Usedomer Musikfestivals
Konzert im Zeichen des Friedens aus dem ehemaligen Kraftwerk Peenemünde
Seebad Ahlbeck, 14. Oktober 2010
Pressemitteilung
Am Samstag, den 16. Oktober, 20 Uhr, geht mit dem Großen Sinfoniekonzert in Peenemünde das 17. Usedomer Musikfestival und die Musiklandsaison Mecklenburg-Vorpommern zu Ende. Das NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Teodor Currentzis sowie Lettlands erfolgreichster Pianist Vestard Shimkus werden den traditionellen Konzerthöhepunkt gestalten. Auf dem Programm stehen die Sinfonie Nr. 6 op. 74 „Pathétique“ von Peter I. Tschaikowsky, das Klavierkonzert Nr. 4 op. 58 von Ludwig van Beethoven sowie „Cantabile per archi“ vom diesjährigen composer in residence Peteris Vasks. Das Konzert ist Abschluss der 17. Festivalsaison, die unter dem Motto: „Lettland durch Musik zur Welt gebracht“ stand.
Der junge Solist des Abends, Vestard Shimkus, versetzte vergangenen Sonntag beim Usedomer Musikfestival das Publikum der Matinee in Lüttenort in großes Staunen. Er faszinierte durch interpretatorische Intelligenz und brillierende Technik, die er vollkommen in den Dienst des Werkes stellte. Mit seinen erst 26 Jahren zählt der Pianist und Komponist schon zu den kreativsten Künstlern Lettlands. Vestard Shimkus kann bereits auf beeindruckende Auftritte zurückblicken: er konzertierte mit dem BBC Philharmonic Orchestra, dem Orchestre National de France, der Kremerata Baltica, dem Borodin Quartett und der Geigerin Isabelle van Keulen.
Ein weiterer vielversprechender Shooting-Star der Klassikszene ist mit dem Dirigenten Teodor Currentzis in Peenemünde zu erleben. 2008 gab er sein erfolgreiches Debut an der Pariser Oper. In den folgenden beiden Spielzeiten dirigierte Teodor Currentzis an der Züricher Oper Schostakowitschs “Lady Macbeth von Mzensk”, an der Bayerischen Staatsoper Verdis “Macbeth” und am Bolschoi-Theater die Premiere von Mozarts “Don Giovanni“. Bei den Internationalen Festspielen Baden-Baden trat er mit einer neuen Produktion von Bizets “Carmen” auf, bei der er mit Balthasar Neumann zusammen arbeitete. Seitdem ist Currentzis alljährlich zu Gast in Baden-Baden. Im Sommer 2010 dirigierte Currentzis die Premiere von Weinbergs “Passagierin” mit dem Wiener Sinfonie Orchester.
In Peenemünde wurde zur Zeit des Nationalsozialismus‘ das größte und folgenschwere Rüstungsprojekt des NS-Regimes mit dem Höhepunkt der Konstruktion der V2-Waffe geplant und konstruiert. Zusammen mit dem NDR rief das Usedomer Musikfestival 2002 eine denkwürdige Konzertreihe ins Leben, die aus der ehemaligen Turbinenhalle ein Zeichen des Friedens sendet. Zu hören ist dies durch Radioübertragungen in ganz Europa, Asien und den USA. Nach dem furiosen Start der Konzertreihe 2002 mit Brittens „War Requiem“ unter der Leitung von Mstislaw Rostropowitsch, übernahmen u. a. Krzysztof Penderecki, Esa-Pekka Salonen, Alan Gilbert und Andris Nelsons die Leitung des NDR Sinfonieorchesters. Peenemünde entwickelte sich zu einer Stätte der Begegnung, deren Wirkung auch durch Konzertbesuche u. a. von Königin Silvia, Bundespräsident Horst Köhler und Michail Gorbatschow nach außen getragen wurde.
Das Konzert wird live von NDR Kultur übertragen.
Karten und Informationen unter Tel.: 038378.34647
Von Lettland nach Litauen
2011 führt die musikalische Entdeckungsreise beim Usedomer Musikfestival nach Litauen
Seebad Ahlbeck, 13. Oktober 2010
Pressemitteilung
Das Usedomer Musikfestival wird 2011 volljährig und bringt in der 18. Saison weiter den vollen Klang der Ostseeregion auf die Insel. Was 1994 begann zählt heute laut Financial Times „zu den wichtigsten Terminen im musikalischen Kalender Deutschlands.“ Vom 24. September bis 15. Oktober 2011 widmet sich das Festival der Musikszene Litauens.
Wie in dieser Saison schon an Lettland gesehen, ist auch in Litauen die Chormusik Basis musikalischen Empfindens und Schaffens. Der erste bedeutende litauische Komponist, Mikolajus Konstantinas Ciurlionis, ist seither die Kulturfigur, mit der sich das litauische Volk identifiziert. Anlässlich seines 100. Todestages 2011 wird das Usedomer Musikfestival die Künstlerpersönlichkeit vorstellen.
Der Cellist David Geringas wird als artist in residence die drei Festivalwochen prägen. Er wird solistisch mit Kammermusik und mit Orchesterbegleitung zu erleben sein sowie als Dirigent des St. Christophorus Chamber Orchestra aus Vilnius das 18. Usedomer Musikfestival am 24. September eröffnen. Wie 2010 wird das Musikfestival gemeinsam mit dem NDR zwei Peenemünder Konzerte im Museum des Kraftwerkes veranstalten. Das NDR Sinfonieorchester (15. Oktober) und das Baltic Youth Philharmonic (1. Oktober), gegründet vom Usedomer Musikfestival und der Nord Stream AG, werden die Abende in Peenemünde bestreiten.
Karten und Informationen zum Usedomer Musikfestival sind unter Tel.: 038378.34647 sowie auf den Internetseiten: www.usedomer-musikfestival.de und www.usedom.de, sowie bei zahlreichen Ticketonline-Vorverkaufsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu erhalten.
Alt trifft auf Neu
Das Ensemble „Altera Veritas“ spielt die lettische Kokle im Kunstkabinett Usedom in Benz
Seebad Ahlbeck, 13. Oktober 2010
Pressemitteilung
Alte Traditionen werden am Freitag, 16. Oktober, 19:30 Uhr, im Kunstkabinett Usedom in Benz von dem lettischen Ensemble „Altera Veritas“ mit neuem Schwung belebt. Die fünf jungen Musiker aus Lettland verknüpfen Musik der Gegenwart mit traditionellen Instrumenten, wie Flöte, Akkordeon und Kokle. Die traditionelle Kastenzither ist in dieser Form nur noch in den baltischen Ländern zu finden. Sie symbolisiert die lange musikalische Tradition des kulturellen Lettlands, die sich über Jahrhunderte hinweg entwickelte und heute durch Namen wie Peteris Vasks international vertreten wird.
„Altera Veritas“ – im Latein: „die andere Wahrheit“ – wurde 1999 gegründet und verfolgt eine rege Konzerttätigkeit in ganz Europa.
Das Programm am Freitagabend zum Usedomer Musikfestival umfasst Werke lettischer Komponisten der Gegenwart. Darunter befindet sich Eriks Esenvalds „Cryptic“, das 2003 im Richard-Wagner-Saal in Riga uraufgeführt wurde und - so der Komponist - seine Gefühle beschreibt, die ihn bei dem Gedanken ans Altertum und dessen Legenden befallen. Moderne und Altertum bringt auch der Komponist Valdis Zilveris zusammen. So versucht er in seinem Stück „Toccata und Fuge d-Moll“ Bachs Orgelwerk mit den kompositorischen Mitteln des 21. Jahrhunderts klanglich neu zu gestalten.
Kartenhotline: 038378.34647
www.usedomer-musikfestival.de und www.ticketonline.com
International gefeierte Kremerata Baltica mit Gidon Kremer auf der Insel Usedom
Zwei außergewöhnliche Konzerte in Benz und Heringsdorf
Seebad Ahlbeck, 11. Oktober 2010
Pressemitteilung
Die Kremerata Baltica probt seit heute auf der Insel Usedom zusammen mit ihrem Gründer, dem Geiger Gidon Kremer. Sie bereiten nicht nur ihre bevorstehende USA-Tournee vor, sondern auch gleich zwei Konzerte beim Usedomer Musikfestival, am Mittwoch, 19:30 Uhr, in der Evangelischen Kirche in Benz und am Donnerstag, 20 Uhr, im Kaiserbädersaal in Heringsdorf. Von der Weltpresse gefeiert, jubelte die Süddeutsche Zeitung „So intensiv lässt sich Musik selten erleben“.
Am Mittwoch, den 13. Oktober, zeigen fünf Musiker der Kremerata Baltica um 19:30 Uhr in der Evangelischen Kirche Benz Kammermusik im alten und neuen Gewand. Zu erleben sind das Euphonia Quartett und der Schlagzeuger Andrei Pushkarev. Beginnend mit Ludwig van Beethovens eindrucksvollem Streichquartett F-Dur op. 59 Nr. 1, das durch die Spieldauer einer großen Sinfonie ähnelt, überraschen die Künstler im zweiten Teil des Konzertes mit Kompositionen von Gia Kantscheli. Der 1935 in Tiflis geborene Komponist emigrierte Anfang der 90er Jahre nach Berlin und lebt heute in Belgien. Erst durch seine Emigration lernte man in Westeuropa seine Werke kennen. Am Mittwochabend interpretiert das Euphonia-Quartett die „Night prayers“ in der Urfassung für Streichquartett. Später bearbeitete Gia Kantscheli das Werk für Kammerorchester und den norwegischen Saxophonisten Jan Garbarek. Der Abschluss des Abends bildet eine fulminante Bearbeitung von Kantschelis „Simple Music“ für Vibraphon. „Simple Music“ ist ein Klavierzyklus, der sich der Minimal Music annähert. Andrei Pushkarev hat bereits Bachs Inventionen und Sinfonien auf dem Vibraphon interpretiert und wird den Klavierzyklus auf die Möglichkeiten des Schlagzeugs übertragen.
Alle fünf Musiker sind feste Mitglieder der Kremerata Baltica, die von Gidon Kremer anlässlich seines 50. Geburtstages 1997 gegründet wurde. Rund 30 junge Musiker aus Lettland, Litauen und Estland begeistern mit Energie und Spielfreude und sind mittlerweile als Kammerorchester auf den wichtigsten Podien der ganzen Welt zu Hause. Die Mitglieder sind herausragende junge Künstlerpersönlichkeiten, die in anspruchsvollen Vorspielen gecastet wurden. Sie spielen in einer konstanten Besetzung und musizierten bereits mit vielen renommierten Künstlern: beispielsweise mit der Sopranistin Jessye Norman, den Pianisten Mikhail Pletnev, Jewgenij Kissin und Oleg Maisenberg, dem Geiger Vadim Repin sowie dem Cellisten Yo Yo Ma. Bisherige Dirigenten waren unter anderem Sir Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen, Christoph Eschenbach und Kent Nagano. Zur künstlerischen Handschrift der Kremerata Baltica gehört neben der hohen interpretatorischen Qualität nicht zuletzt eine ungewöhnliche und spannende Programmgestaltung, die sich oft abseits des Mainstreams bewegt und zahlreiche Ur- und Erstaufführungen enthält. Das breit gefächerte und sorgsam ausgewählte Repertoire zeigt sich auch an den viel gelobten CD-Produktionen des Ensembles: In den „Eight Seasons“, hat das Orchester die Jahreszeiten-Zyklen von Vivaldi und Piazzolla miteinander kombiniert, auf „Silencio“ zeitgenössische Kompositionen von Pärt, Glass und Martynov vorgestellt. Für die Aufnahme „After Mozart“ - ein musikalischer Rückblick auf Mozart aus der Sicht des 21. Jahrhunderts – erhielten sie den begehrten Grammy Award.
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Young Concert Artists Preisträger in Zinnowitz
Violinvirtuose Marc Bouchkov konzertiert im Palace Hotel
Seebad Ahlbeck, 10. Oktober 2010
Pressemitteilung
Vor erst vier Wochen gewann der 19-jährige Geiger Marc Bouchkov den ersten Preis beim europäischen Finale von Young Concert Artists in Leipzig. Am Dienstagabend, den 12. Oktober, ist er um 19:30 Uhr im Hotel Usedom-Palace in Zinnowitz zu erleben. Der talentierte französische Violinist setzte sich in einer hochkarätigen Konkurrenz bestehend aus 126 Künstlern aus 18 Ländern durch und überzeugte die Jury in Leipzig mit seinem vor Energie sprühenden, virtuosen Vortrag. Marc Bouchkov studiert in Paris und ist mit seinem jungen Alter bereits Preisträger mehrerer Violinwettbewerbe. Unter der Leitung von Yuri Bashmet konzertierte er schon mit den Moscow Soloists. Zum Usedomer Musikfestival wird er die Sonate a-Moll von Johann Sebastian Bach interpretieren sowie gemeinsam mit der Pianistin Julia Botchkovskaya Sonaten Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms und Eugène Ysaÿe, die zu den Meisterwerken der Violinliteratur zählen.
Die Zusammenarbeit mit Young Concert Artists zählt zu den ältesten und erfolgreichsten Traditionen des Usedomer Musikfestivals. Im Gründungsjahr des Festivals, 1994, stellte Schirmherr Kurt Masur den Kontakt zu den Verantwortlichen in New York her. Seit dem sind jedes Jahr die Preisträger mit einem Konzert auf der Insel Usedom zu hören. Marc Bouchkov wird im November bei den internationalen Finals von YCA in New York spielen. Susan Wadsworth rief die gemeinnützige Stiftung 1961 ins Leben. Durch den hoch angebundenen Wettbewerb ebnet Young Concert Artists herausragenden jungen Musikern den Weg zu einer erfolgreichen Karriere. Die Preisträger erhalten neben einem professionellen Management u.a. Konzert-Debuts in den berühmten Konzertsälen Amerikas. Renommierte Künstler wie die Pianisten Murray Perahia und Jean-Yves Thibaudet, der Geiger Pinchas Zukerman und das Mendelssohn String Quartet sind Preisträger von Young Concert Artists.
Kartenhotline des Usedomer Musikfestivals: 038378.34647
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Von Klavier-Matinee bis Flamenco-Abend
Konzerte am Sonntag und Montag mit Lettlands erfolgreichstem Pianisten und lettischem Flamenco
Seebad Ahlbeck, 8. Oktober 2010
Pressemitteilung
Lettlands Ausnahmepianist Vestard Shimkus konzertiert am Sonntag, den 10. Oktober, um 11:30 Uhr im Atelier Otto Niemeyer-Holstein in Koserow. Er zählt zu den kreativsten jungen Künstlern des baltischen Staates und startet als Pianist und Komponist in eine vielversprechende Karriere. Shimkus fasziniert durch seine eigene Persönlichkeit, technische Brillanz und seinen wunderschönen, farbenreichen Ton. Geboren 1984 in Jurmala, deren Konzerttradition sich gerade eine Ausstellung in der Villa Irmgard in Heringsdorf widmet, kann Vestard Shimkus schon auf beeindruckende Auftritte zurückblicken: mit dem BBC Philharmonic Orchestra, dem Orchestre National de France, der Kremerata Baltica, dem Borodin Quartett und der Geigerin Isabelle van Keulen.
Beim Usedomer Musikfestival wird er erstmals einen rein lettischen Klavierabend geben mit Kompositionen, die von der Schönheit der lettischen Natur inspiriert sind. Neben Werken von Jazeps Vitols, Janis Medins, Arturs Grinups wird Vestard Shimkus die „Jahreszeiten“ von Peteris Vasks interpretieren. Im März 2010 erhielt er für die Uraufführung dieses Werkes den Großen Lettischen Musikpreis. Mit seinen eigenen Werken wird der Pianist sich beim Usedomer Musikfestival auch als Komponist vorstellen.
Vestard Shimkus erhielt seinen ersten Klavierunterricht mit fünf Jahren an der Emīls Dārziņš-Musikschule in Riga. Später studierte er Klavier u.a. bei Dmitri Bashkirov in Madrid und Daniel Pollack in Los Angeles, sowie Komposition bei Peteris Vasks. Meisterkurse besuchte er von Lazar Berman, Alexander Satz und Alexander Sandler. Erste Preise gewann er beim 55. Internationalen Maria Canals Klavierwettbewerb in Barcelona (2009) und bei der 5. Internationalen Bad Kissinger Klavier-Olympiade (2007).
Flamenco-Feuer entfachen am Montag, 11. Oktober, 19:30 Uhr, im Strandhotel Seerose in Kölpinsee der Cellist Ramón Jaffé gemeinsam mit dem Gitarristen Zamna Urista Rojas und dem Tänzer Miguelete. Die Liebe zum Flamenco wurde bei Ramón Jaffé vor 18 Jahren geweckt, als der berühmte spanische Gitarrist Pedro Bacan einen fantasievollen Cellisten suchte, weil er den klassischen Flamenco mit neuen Klangfarben bereichern wollte. Ende der 90er Jahre gründete er das Ramón-Jaffé-Trio, das die Verbindung zwischen dem ursprünglich andalusischen Tanz und der Kammermusik erkundet. Der Abend beim Usedomer Musikfestival reicht vom Marin Marais, dem Kammergambisten des französische König Ludwig XIV. über Gaspar Cassadó, Manuel de Falla bis in die Gegenwart, zu Kompositionen des Cellisten selbst.
Der Tänzer Miguelete studierte an der Staatl. Ballettschule zu Leipzig und an der Folkwanghochschule Essen Bühnentanz sowie modernen Tanz und Flamenco. Gemeinsam mit internationalen und spanischen Flamencokünstlern entwickelte er Flamencoprojekte in denen er als Solist mitwirkte. Z.B. mit „El Torombo“, einen wichtigen Vertreter des traditionellen Flamenco, realisierte er als künstlerischer Projektleiter und Tänzer die Werke „La Fragua“ und „Así sentimos....“.
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Lettlands Prachtstück der Musikkultur
Der Lettische Rundfunkchor konzertiert mit Cellist Ramon Jaffé in Usedom
Seebad Ahlbeck, 7. Oktober 2010
Pressemitteilung
In ganz Europa wird er gefeiert: der Lettische Rundfunkchor. Zu erleben ist dieser unter der Leitung von Sigvards Klava am Samstag, 9. Oktober, 20 Uhr, in der Evangelischen Kirche in Usedom, gemeinsam mit dem Cellisten Ramon Jaffé. Neben Werken von Johannes Brahms haben die Sängerinnen und Sänger aus Riga etliche Kompositionen aus ihrem lettischen Musikschatz im Gepäck. Jährlich veranstaltet der Rundfunkchor zusammen mit der Musikakademie in Riga einen Komponistenwettbewerb, durch den die Chorliteratur enorm bereichert und die gesamte Chormusik im Baltikum beflügelt wird. Beim Publikum findet die Musik stürmische Zuneigung. So auch beim Usedomer Musikfestival, bei dem die Werke von Peteris Vasks, Alfred Kalnins und Ēriks Ešenvalds für Begeisterung sorgten.
Etliche Komponisten Lettlands lassen sich von der Natur ihrer Heimat inspirieren und binden Naturgeräusche und Vogelstimmen in ihre Werke raffiniert mit ein. Auf dem Programm am Samstag stehen u.a. „Silent water“ von Santa Ratniece und „Botschaft der Meise“ vom diesjährigen composer in residence des Usedomer Musikfestivals, Peteris Vasks. Außerdem erklingt der auf ein Schöpfungslob des Heiligen Franz von Assisi basierende „Sonnengesang“ für Chor, Violoncello und Schlagzeug von Sofia Gibaidulina.
Der 1940 gegründete Lettische Rundfunkchor vereint 25 hauptberufliche Sängerinnen und Sänger unter der Leitung des Chefdirigenten Sigvards Klava. Das Repertoire des Chores reicht von der Renaissance bis zur Gegenwart. Sein Hauptanliegen ist es, die Möglichkeiten der menschlichen Stimme zu erkunden und ihre Grenzen zu erweitern. Zusätzlich zu seinen häufigen Engagements beim Lettischen Rundfunk hat der Chor eine Vielzahl von CDs produziert, die von der internationalen Kritik hoch gelobt wurden, so z.B. eine Serie von 12 Alben, die gemeinsam mit Le Festival de Radio France et Montpellier entstanden. Jüngst arbeitete der Chor mit außergewöhnlichen Künstlern wie Stephen Layton, Tõnu Kaljuste und Esa-Pekka Salonen zusammen. Der Chor kann auf Auftritte u.a. am Concertgebouw Amsterdam, in der Dresdener Frauenkirche, in der Cité de la Musique (Frankreich), im Konzerthaus Berlin, in der Winchester Cathedral (U.K.) und in den Bewardhallen (Schweden) zurückblicken.
Der in Lettland geborene Cellist Ramon Jaffé war Student von David Geringas. Nach etlichen Wettbewerbserfolgen führten ihn unzählige Konzerte in die großen Häuser von Berlin, Amsterdam, Salzburg, Leipzig, Wien, München, London, Hamburg, Köln und an viele weitere Orte auf allen Kontinenten. Parallel zu seiner Solokarriere widmet er sich zudem der Kammermusik als Mitglied des Streichtrios Belcanto-Strings und des Mendelssohn Trio Berlin und unterrichtet an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Große Aufmerksamkeit widmet er einer weiteren Herzensangelegenheit: Mit Flamenco-Konzerten würdigt Ramon Jaffé das Lebenswerk seines 1997 verstorbenen Flamenco-Partners, des Gitarristen Pedro Bacan. Zu hören ist er damit beim Usedomer Musikfestival am Montag, 11. Oktober, 19:30 Uhr in Kölpinsee.
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Standing Ovations für Chopin-Weltpremiere beim Usedomer Musikfestival
Erstmals stellte sich Pianist erfolgreich der Herausforderung das gesamte Klaviersolowerk von Chopin in einem Konzert auswendig abrufen zu können
Seebad Ahlbeck, 6. Oktober 2010
Pressemitteilung
Gestern, 5. Oktober, stellte sich der ungarische Pianist Gergely Bogányi einer nahezu unvorstellbaren Aufgabe: In der überfüllten Kirche in Heringsdorf konnte das Publikum per Los entscheiden, welche der über 200 Klavierstücke von Fryderyk Chopin sie hören wollten und gestalteten damit das Programm selbst. Gergely Bogányi spielte alle Werke auswendig und interpretierte die Kompositionen ganz im Sinne Chopins. Er brillierte mit feuriger Technik und faszinierte mit feinsinniger Anschlagskultur. Noch nie traute sich ein Pianist diese herausragende Leistung zu. Der Dramaturg des Usedomer Musikfestivals, Dr. Jan Brachmann, moderierte den Abend mit unterhaltsamen Chopin-Anekdoten und wissenswerten Hintergründen zu den ausgewählten Werken. Das Publikum dankte mit langanhaltendem Beifall und Standing Ovations.
Aus dem umfangreichen Chopin-Repertoire für Klavier-Solo von 203 Werken, bei Einzelzählung der Stücke, die unter einer Opus-Zahl zusammengefasst sind, erklangen am Abend zwei Impromptus, drei Mazurkas, zwei Nocturnes, fünf Préludes op. 28, vier Walzer, der Bolero op. 19, die Berceuse op. 57, der Contredanse op. posth. und die große Polonaise As-Dur op. 53.
Gergely Bogányi entstammt einer ungarischen Musikerfamilie und studierte an der Liszt Akademie in Budapest, der Sibelius Akademie in Helsinki und der Indiana Universität, Bloomington. 1996 gewann er den internationalen Franz Liszt Wettbewerb in Budapest und wurde u.a. 2000 mit dem Finnischen Orden der Weißen Rose und 2004 mit dem Kossuth Preis in Ungarn ausgezeichnet. Gergely Bogányi wird weltweit von führenden Festivals und Orchestern eingeladen. Im November 2010 wird er im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Gesamteinspielung von Chopins Werken im Palace of Arts in Budapest das ganze Solorepertoire von Chopin an zwei Tagen aufführen.
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Lettlands Opernstar Egils Silins singt in Koserow
Kleine Künstler ganz groß: „Jugend musiziert“ Konzert in Mölschow
Seebad Ahlbeck, 6. Oktober 2010
Pressemitteilung
Ob dramatische, düstere Opernpartie oder lyrisches, feinsinniges Lied – der lettische Bass-Bariton Egils Silins ist international in beiden Fächern gefragt. Am Freitag, den 8. Oktober, ist er um 19:30 Uhr in der Evangelischen Kirche in Koserow zu erleben. Begleitet von dem Pianisten Maris Skuja, interpretiert er Lieder von Schubert, Strauss, Tschaikowsky und Rachmaninow sowie Werke berühmter lettischer Komponisten wie Emils Darzins, Jazeps Vitols und Alfreds Kalnins. Zurzeit gastiert Egils Silins an der Deutschen Oper Berlin. Er ist in der Titelrolle des Sebastianos in der Oper Tiefland von Eugen d'Albert zu erleben, die heute, am 6. Oktober, Premiere hat.
Nach seinen Festengagements, 1990 bis 1993 an der Oper Frankfurt und 1993 bis 1996 am Theater Basel, war er von 1996 bis 2000 Ensemblemitglied an der Wiener Staats- und Volksoper. An der Volksoper erlebte er seinen internationalen Durchbruch mit seinem Debüt als Mephisto in Gounods „Faust“ und in der Titelpartie in Boris Godunow (Regie Harry Kupfer).
Zahlreiche Verpflichtungen führten Egils Silins bereits zu den größten Festspielen und an die bedeutendsten internationalen Opernhäuser u.a. in London, Paris, Wien, Mailand, New York, Chicago, Berlin, Dresden, München, Hamburg, Zürich und St. Petersburg. Sein Repertoire umfasst mehr als 85 Partien des deutschen, französischen, italienischen und russischen Faches. Zu seinen wichtigsten Rollen zählen Scarpia in „Tosca“, Escamillo in „Carmen“, die Titelpartie in „Der fliegende Holländer“, Wotan/Wanderer im Ring des Nibelungen und Méphistophélès Gounods „Faust“.
Nachwuchskünstlern aus Mecklenburg-Vorpommern gibt das „Junge Usedomer Musikfestival“ am Samstag, 9. Oktober, 15 Uhr, im Kulturhof in Mölschow eine Bühne. Das Preisträgerkonzert des Landeswettbewerbes „Jugend musiziert“ ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des Festivalprogramms und wird von der Achterkerke-Stiftung und dem NDR unterstützt. Die anstrengende Wettbewerbsphase wird am Samstag belohnt und die Jungen und Mädchen können ihre lang erarbeiteten Werke vorstellen. Einige von ihnen sind bereits schon kleine geübte Profis – für andere ist der Auftritt beim Usedomer Musikfestival das erste richtige Konzert mit einem echten Vertrag und einer kleinen Gage. Moderieren wird die Veranstaltung Andreas Peer Kähler. Anlässlich des 200. Geburtstages von Robert Schumann bringt Andreas Peer Kähler ab Montag die Fantasiewelt des Komponisten in die Schulen auf der Insel Usedom. Die spannende Lebensgeschichte Schumanns wird in einer Mischung aus Bühnenstück und Konzert im doppelten Sinne nachgespielt – mit vier Musikern, darunter drei Pianisten, zwei Verliebten und einem Erbosten, mit viel Originalmusik von Robert und Clara Schumann sowie mit zeitgenössischen Berichten und Briefzitaten.
Kartenhotline: 038378.34647
Für das Familienkonzert erhalten Kinder und Studenten Tickets für nur 4 Euro, zudem wird die Familienkarte für 17 Euro angeboten.
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Zwischenbilanz
Publikum feiert in vollbesetzten Kirchen und Sälen lettische Musikkultur
Ehrendiplom des Lettischen Ministerkabinetts an Intendant Thomas Hummel verliehen
Seebad Ahlbeck, 5. Oktober 2010
Pressemitteilung
Nach dem bewegenden Eröffnungskonzert mit dem NDR Chor, dem Baltic Youth Philharmonic und Baiba Skride in Peenemünde zieht das Usedomer Musikfestival eine positive Zwischenbilanz. Mit einer Auslastung von über 90% kann das Festival die ausgezeichneten Ergebnisse der letzten Jahre wiederholen. Von den bisher 24 Veranstaltungen unter dem Motto: „Lettland durch Musik zur Welt gebracht“ waren 15 ausverkauft. Der lettische Premierminister Valdis Dombrovskis übernahm gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Schirmherrschaft über das Eröffnungskonzert. Der Premierminister und der lettische Kulturminister Ints Dalderis waren beim Konzert in Peenemünde anwesend, das NDR Kultur und Lettlands Radio Klassik live übertrugen. Zeitversetzt ist der Abend in Australien, Korea und den USA zu hören. Für Lettland ist das Programm des 17. Usedomer Musikfestivals die bislang größte und umfangreichste Präsentation der Musiknation außerhalb der Landesgrenzen. Für die Vorstellung lettischer Interpreten und Komponisten sowie für die Förderung der kulturellen Zusammenarbeit zwischen Lettland und Deutschland wurde Intendant Thomas Hummel vergangene Woche das Ehrendiplom des Ministerkabinett Lettlands verliehen. In der Begründung heiß es: „Die lettische Musik wurde bei dem bemerkenswerten internationalen Musikfestival in Deutschland so breitgefächert repräsentiert. Wir sind Herrn Hummel ganz besonders dankbar für seinen unschätzbaren Beitrag, eine Präsentation solchen Ausmaßes von lettischen Musikern zu organisieren – nicht nur auf europäischen, sondern auf Welt-Niveau.“
In den ersten anderthalb Wochen begeisterten das Publikum u.a. die Schwestern Baiba, Linda und Lauma Skride, das Baltic Youth Philharmonic unter der Leitung von Neeme Järvi, der NDR Chor unter der Leitung von Philipp Ahmann, die Organistin Iveta Apkalna, das Bläserensemble Carion und der lettische Mädchenchor Cantus. Zusätzlich widmet sich das Usedomer Musikfestival dem Jubilar des Jahres 2010, Fryderyk Chopin, und feiert dessen 200. Geburtstag in Veranstaltungen mit den Pianisten Boris Berezovsky, Ewa Kupiec und Gergely Bogányi sowie Musikkritiker Joachim Kaiser.
Die Vielfalt der Veranstaltungen mit lettischem Schwerpunkt reicht vom großen Sinfoniekonzert über Kammermusik, Solorezital bis hin zu Vorträgen und Gesprächsrunden. Rund 170 Künstler gastierten in der ersten Hälfte des Festivals auf der Insel Usedom. Vier Werke des diesjährigen lettischen composers in residence, Peteris Vasks, kamen bislang zur Aufführung. Darunter eine deutsche Erstaufführung (5. Streichquartett) und eine Uraufführung des Auftragswerkes des Usedomer Musikfestivals „Musique du Soir“ am 3. Oktober in Wolgast durch die Organistin Iveta Apkalna und den Cellisten David Geringas.
Zum zweiten Mal wurde der Preis des Usedomer Musikfestivals, gefördert von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, verliehen. Der Preis in Höhe von 10.000 Euro ging an das Almandin Quartett aus Hannover.
Noch bis zum 16. Oktober ist die Nation des Gesangs, Lettland, musikalisch auf der Insel Usedom zu entdecken. Lettlands momentan erfolgreichster Bass-Bariton Egils Silins wird einen Liederabend am Freitag, 8. Oktober, in der Evangelischen Kirche Koserow geben. Egils Silins sang bereits an der Wiener Staatsoper, der Metropolitan Opera New York und am Teatro alla Scala di Milano. Die letzte Festivalwoche steht im Zeichen der Geige: der Preisträger von Young Concert Artist 2010, Marc Bouchkov, Violine, konzertiert am 12. Oktober in Karlshagen. An den beiden darauffolgenden Tagen wird Gidon Kremer mit seiner Kremerata Baltica das Usedomer Musikfestival prägen. Den Abschluss am 16. Oktober bildet ein großes Sinfoniekonzert in Peenemünde mit dem NDR Sinfonieorchester und dem lettischen Pianisten Vestard Shimkus unter der Leitung von Teodor Currentzis.
Neben der Unterstützung der Volkswagen AG und des Hauptförderers NDR sowie zahlreichen Förderern und Sponsoren, der Europäischen Union, der Bundesregierung, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, des Landkreises Ostvorpommern, der Ämter Usedom-Nord und Usedom-Süd, der Städte Wolgast und Świnoujście und den Gemeinden der Insel Usedom, beteiligte sich auch in diesem Jahr, die aus rund 80 Förderern der Region bestehende Unternehmensinitiative für das Usedomer Musikfestival an der Finanzierung der 17. Saison.
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Pianist stellt sich Weltpremiere
Über 200 Klavierwerke von Chopin nach Wunsch im Konzert in Heringsdorf
Drei Veranstaltungen zum 200. Geburtstag von Fryderyk Chopin
Seebad Ahlbeck, 3. Oktober 2010
Pressemitteilung
Der ungarische Pianist Gergely Bogányi stellt sich am Dienstag, den 5. Oktober, 19:30 Uhr, in der Evangelischen Kirche Heringsdorf einer großen Meisterschaft: In einer Weltpremiere wird er alle Werke für Klavier solo von Fryderyk Chopin auswendig abrufbereit haben und nach dem Wunsch des Publikums vortragen. Sein Repertoire umfasst über 200 Stücke, bei Einzelzählung aller Werke, die teilweise unter einer Opus-Zahl zusammengefasst sind. Moderiert wird das Konzert von Festivaldramaturg Dr. Jan Brachmann.
Gergely Bogányi entstammt einer ungarischen Musikerfamilie und studierte an der Liszt Akademie in Budapest, der Sibelius Akademie in Helsinki und der Indiana Universität, Bloomington. 1996 gewann er den internationalen Franz Liszt Wettbewerb in Budapest und wurde u.a. 2000 mit dem Finnischen Orden der Weißen Rose und 2004 dem Kossuth Preis in Ungarn ausgezeichnet. Gergely Bogányi wird weltweit von führenden Festivals und Orchestern eingeladen. Im November 2010 wird er im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Gesamteinspielung von Chopins Werken im Palace of Arts in Budapest das ganze Solorepertoire von Chopin an zwei Tagen aufführen.
Am Mittwoch, den 6. Oktober, 19:30 Uhr, ist Gergely Bogányi im Theatersaal des Kulturhauses in Swinemünde gemeinsam mit der Polnischen Kammerphilharmonie Sopot unter der Leitung von Andreas Hotz zu erleben. Unter dem Titel „Chopiniana“ erwartet das Publikum nicht nur Kompositionen von Fryderyk Chopin sondern auch Werke, die ihm zu Ehren entstanden sind. Als musikalischen Glückwunsch zu Chopins 100. Geburtstag schrieb Sergej Ljapunow die Symphonische Dichtung „Zelazowa Wola“, dem Geburtsort des polnischen Klaviervirtuosen. Alexander Glasunow orchestrierte die bekanntesten Klavierstücke Chopins und verband diese in seinem Werk „Chopiniana“. Gergely Bogányi interpretiert zwei selten aufgeführte Werke von Chopin für Klavier und Orchester: die Variationen über Mozarts Don Giovanni Arie „Là ci darem la mano“ und Andante spianato e Grande Polonaise.
Vor dem Konzert in Swinemünde, abseits des Festivaltrubels, wird die Chopin-Biografin Eva Gesine Baur Einblicke in das Leben Chopins geben und gleichzeitig die aufregende Salonkultur skizzieren. Am Mittwoch um 17 Uhr im Romantik Seehotel Ahlbecker Hof in Ahlbeck liest sie aus ihrem Buch: „Chopin oder die Sehnsucht“, das im Herbst 2009 bei C.H. Beck in München erschienen ist.
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Zwei lettische Konzerthighlights am Sonntag
Bläserquintett Carion überrascht in Lieper Kirche
Königin der Orgel Iveta Apkalna verzaubert Wolgaster St. Petri Kirche
Seebad Ahlbeck, 1. Oktober 2010
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Am Tag der deutschen Einheit, dem 3. Oktober, verspricht das Usedomer Musikfestival gleich zwei meisterliche Konzerterlebnisse: Um 15 Uhr wird das Bläserensemble Carion in der Kirche Liepe das Publikum mit einer einzigartigen Performance überraschen. Die fünf hervorragenden Musiker aus Lettland und Dänemark verzichten auf Notenständer und spielen alle Werke auswendig. Das gibt ihnen die Möglichkeit sich frei im Raum zu bewegen und dem Publikum die Struktur des Werkes sichtbar zu machen. Dem Zuhörer ermöglichen sie damit einen neuen Zugang zur Musik.
Ausgezeichnet wurde Carion beim Kammermusikwettbewerb des Dänischen Nationalen Rundfunks 2004 für die Aufführung von György Ligetis „Sechs Bagatellen“ und erhielt zudem den Sonderpreis für die originellste Interpretation mit Respekt gegenüber dem Werk. Zwei Jahre später war das Bläserquintett Semifinalist beim ARD-Musikwettbewerb in München und im Dezember desselben Jahres erster Preisträger im Internationalen Kammermusikwettbewerb Turin.
Der Abend in der Wolgaster St. Petri Kirche (19:30 Uhr) steht ganz im Zeichen der Orgel. Der jungen Lettin Iveta Apkalna ist es gelungen, als Organistin zum Star zu werden. Gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter und Hélène Grimaud wurde sie 2005 bei der Verleihung des Echo-Klassik-Preises zur „Instrumentalistin des Jahres“ gekürt. Das war das erste Mal, dass die Orgel überhaupt in diese Kategorie vorstieß. In Wolgast wird sie zusammen mit dem Cellisten David Geringas, dem Saxofonisten Artis Simanis und Sopranistin Gunta Davidcuka Werke von Johann Sebastian Bach sowie von den lettischen Komponisten Alfred Kalnins, Ēriks Ešenvalds und Pēteris Vasks interpretieren. Die Rheinische Post schrieb: „Apkalnas Spiel ist von frappierender Präzision, Trennschärfe und einem untrüglichen Gespür für Architektur und Balance. Doch dieser Sinn für Struktur ist von glühendem musikalischen Atem beseelt und nicht eine Sekunde sachlich, bloß absolvierend.“
Die 40 Mädchen des Cantus-Chores, die am Samstag, 2. Oktober, 15 Uhr, im Theater „Blechbüchse“ in Zinnowitz auftreten, umrahmen am Sonntag mit einigen Liedern zwei Gottesdienste. 9:30 Uhr ist der Cantus-Chor in der Evangelischen Kirche Ahlbeck zu erleben und um 11:30 Uhr in der Kirche des Seligen Märtyrerbischofs Michal Kozal, Swinemünde.
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Almandin Quartett erhält Preis des Usedomer Musikfestivals
Unterstützt wird der auf 10.000 Euro dotierte Preis von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung
Seebad Ahlbeck, 30. September 2010
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Diesen Freitag erhält das Almandin Quartett aus Hannover den Preis des Usedomer Musikfestivals 2010, unterstützt von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und schließt zwei Auftritte beim Musikfestival ein. Er wird bereits zum zweiten Mal vergeben. Das Quartett ist morgen am 1. Oktober um 19:30 Uhr im Meisterkonzert auf Schloss Stolpe gemeinsam mit Cellist David Geringas zu erleben. Restkarten für das Konzert sind nur noch an der Abendkasse zu erhalten. Im vergangenen Jahr faszinierten die jungen Musikerinnen beim Usedomer Musikfestival und gaben ein vielumjubeltes Konzert in Stolpe. Das Quartett wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sie gewannen u.a. 2008 den Bruno-Frey-Musikpreis der Landesmusikakademie Baden-Württemberg und 2009 den Mendelssohn-Wettbewerb der deutschen Musikhochschulen, bei dem sie zusätzlich den Preis der „Freunde junger Musiker“ erhielten. 2005-2008 war das Quartett Stipendiat der Rheinland-Pfälzischen Stiftung „Villa Musica“. Derzeit werden sie von Volker Jacobsen (ehemals Artemis Quartett) an der Hochschule für Musik und Theater Hannover betreut.
Seit über 40 Jahren fördert die Oscar und Vera Ritter-Stiftung hochbegabte Nachwuchskünstlerinnen und -künstler. Ob Unterstützung von Institutionen, Vergabe von Einzelstipendien, Sonderpreisen oder Leihinstrumenten – die Stiftung arbeitet flexibel und legt Wert darauf, die Entwicklung ihrer Stipendiaten in Nachwuchskonzerten mit verfolgen zu können. Laut Angaben des Vorstandes konnten seit 1967 rund 7,5 Millionen Euro Fördermittel vergeben und über 1700 Stipendiaten direkt unterstützt werden.
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Chopins Klavierkonzerte für zu Hause
Ewa Kupiec interpretiert Chopins Klavierkonzert mit Streichquartett
Seebad Ahlbeck, 28. September 2010
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Die polnische Pianistin Ewa Kupiec ist am Donnerstag, den 30. September um 19:30 Uhr in der König-Christus-Kirche Swinemünde zu hören. In einer außergewöhnlichen Programmzusammenstellung erklingen die berühmten Klavierkonzerte von Fryderyk Chopin in der Version für Klavier und Streichquartett. Der junge Fryderyk führte seine Klavierkonzerte zuerst im Salon seiner Eltern auf. Da der Raum für ein Orchester zu klein war, bearbeitete er den Orchesterpart für Streichquartett. Zu damaliger Zeit war dies eine häufig genutzte Möglichkeit, Werke für Orchester im kleineren Rahmen aufführen zu können.
Ewa Kupiec, die bereits zum vierten Mal zu Gast beim Usedomer Musikfestival ist, zählt zu den führenden Chopin-Interpreten. An der Warschauer Chopin-Akademie sowie an der London Royal Academy of Music ausgebildet, gewann Ewa Kupiec 1992 den hoch angebundenen ARD-Wettbewerb in der Kategorie Duo Klavier/Cello. Engagements erhält sie nicht nur von den wichtigsten Festivals in Europa sondern auch von Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig und den Münchner Philharmonikern. Der Komponist Witold Lutoslawski schwärmte von ihrer Virtuosität verbunden mit natürlicher Individualität als „eine wahre Offenbarung“.
Begleitet wird Ewa Kupiec am Donnerstagabend von Piotr Plawner, Violine, Agnieszka Luksza, Violine, Georgios Balatsinos, Viola und Isabella Klim, Violoncello. Musikalisch unterbrochen werden beide Chopinschen Konzerte durch die Klaviersonate Nr. 1 von der polnischen Komponistin und Geigerin Grazyna Bacewicz.
Ebenfalls am Donnerstag veranstaltet das Usedomer Musikfestival gemeinsam mit dem Tonkünstlerverband eine Synagogenrundfahrt. Beginnend um 9 Uhr am Maritim Hotel Kaiserhof, Heringsdorf, gelangen die Gäste mit fachkundiger Führung zum jüdischen Friedhof Teterow und in die ehemaligen Synagogen in Dragun und Röbel. In den beiden alten Fachwerkbauten gibt das Almandin Quartett jeweils ein kleines Konzert mit Werken von Joseph Haydn und den jüdischen Komponisten Victor Ullmann und Gideon Klein.
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Singend über die Insel Usedom
Mit den Latvian Voices auf Inselrundfahrt
Eröffnung des Ostsee-Musikforums mit David Geringas
Seebad Ahlbeck, 26. September 2010
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Die Latvian Voices, sieben junge lettische Damen, nehmen am Dienstag, 28. September, ihr Publikum mit auf eine musikalische Inselrundfahrt per Bus. Beginnend um 10 Uhr in der Evangelischen Kirche Ahlbeck folgen Stationen in den Kirchen von Liepe, Morgenitz und Mellenthin sowie auf Schloss Stolpe. Eine Stärkung zur Mittagszeit ist im Wasserschloss Mellenthin eingeplant. Zu entdecken gibt es das malerische Hinterland mit den ältesten erhaltenen Kirchen der Insel Usedom. Musikalisch begleitet wird die Tour durch das Gesangsensemble Latvian Voices. Mit der Natürlichkeit ihrer klaren Stimmen und der Raffinesse ihrer charmanten Darbietung nehmen sie ihre Zuhörer für sich ein. Im Reisegepäck haben sie Lieder aus verschiedenen Epochen, von der Renaissance über Klassik bis zur Moderne. Ein Großteil der Lieder wurde von Ensemblemitgliedern selbst arrangiert.
Lettland mit seinen 1,2 Mio. Liedern auf 2,5 Mio. Letten verfügt über eine außergewöhnlich lebendige Musikkultur. Diese stellen die lettische Honorarkonsulin Dr. Sabine Sommerkamp-Homann und Prof. Dr. Steven Paul von der Lettischen Kulturakademie, Riga, am Montag, 27. September, 17 Uhr, im Romantik Seehotel Ahlbecker Hof in Ahlbeck vor. Das Lied ist in der wechselvollen Geschichte der Letten eine wichtige Konstante. Singend erreichte das Land seine Unabhängigkeit, singend demonstriert man noch heute auf der Straße. Gerade in den letzten Jahren entwickelte sich eine rege Musikszene, die besonders durch unseren diesjährigen composer in residence, Peteris Vasks, vertreten wird.
Bereits zum sechsten Mal veranstaltet das Usedomer Musikfestival zusammen mit dem Tonkünstlerverband Mecklenburg-Vorpommern das Ostsee-Musikforum, unterstützt vom Norddeutschen Rundfunk. David Geringas wird anderthalb Wochen lang mit ausgewählten Meisterstudenten in Stolpe zu Gast sein. Das schon ausverkaufte Eröffnungskonzert am Montag, 27. September, 19:30 Uhr, im Schloss Stolpe, gestaltet der Cellist selbst, zusammen mit Daniel Austrich, Violine und Jascha Nemtsov, Klavier.
In diesem Jahr werden 11 hochtalentierte junge Musiker, vorrangig Cellisten, aus Japan, Südkorea, Slowenien, Russland und Deutschland an dem Meisterkurs teilnehmen. Die Teilnehmer werden im Abschlusskonzert des Ostsee-Musikforums, am Montag, 4. Oktober, 19:30 Uhr, ihre erarbeiteten Programme vorstellen. Ebenfalls gemeinsam mit dem Tonkünstlerverband veranstaltet das Usedomer Musikfestival am 30. September von 9 Uhr bis 18:30 Uhr eine Synagogenrundfahrt. Per Bus gelangen die Gäste mit fachkundiger Führung zum jüdischen Friedhof in Teterow und in die ehemaligen Synagogen in Dragun und Röbel. Außerdem gibt das Almandin Quartett jeweils ein kleines Konzert mit Werken der jüdischen Komponisten Victor Ullmann und Gideon Klein. Treffpunkt ist am Maritim Hotel Kaiserhof, Seebad Heringsdorf.
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Lettische Friedenshymne eröffnet in Peenemünde das 17. Usedomer Musikfestival
Lettischer Kulturminister konzertiert zur Ausstellungseröffnung in Heringsdorf
Boris Berezovsky zum 200. Geburtstag von Fryderyk Chopin
Seebad Ahlbeck, 23. September 2010
Pressemitteilung
Mit dem Chorsatz „Gaismas pils“ (Schloss des Lichts) von Jazeps Vitold, der Friedenshymne Lettlands, eröffnet der NDR Chor unter der Leitung von Philipp Ahmann am Samstag, 25. September, 20 Uhr, in Peenemünde, das 17. Usedomer Musikfestival. Zudem ist das vom Usedomer Musikfestival und der Nord Stream AG gegründete Baltic Youth Philharmonic mit der Geigerin Baiba Skride (artist in residence) unter der Leitung von Neeme Järvi in der Turbinenhalle im Kraftwerk des Museums Peenemünde zu erleben. Die Schirmherrschaft über das Eröffnungskonzert übernehmen der lettische Premierminister Valdis Dombrovskis und die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das gesamte Festival, das bis zum 16. Oktober die Musiknation Lettland vorstellt, steht unter der Schirmherrschaft von Erwin Sellering, Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Es ist die bislang umfangreichste Präsentation der lettischen Musikszene im Ausland.
Oft von tausenden Stimmen vorgetragen, vergeht im Land des Gesanges kaum ein Sängerfest ohne das Lied „Gaismas pils“. Jāzeps Vītols, Lettlands bedeutendster Komponist seiner Zeit und Schüler von Nikolaj Rimskij-Korsakow, hat das Gedicht 1899 vertont. Der diesjährige composer in residence, Peteris Vasks, ließ sich von der Landschaft seiner lettischen Heimat inspirieren und komponierte eine Lobpreisung an den Gesang ohne Worte. „Plainscapes“ wird in Peenemünde vom NDR Chor, Tanja Becker-Bender, Violine, und Tanja Tetzlaff, Violoncello, interpretiert.
Die Geigerin Baiba Skride ist in diesem Jahr als artist in residence für mehrere Tage auf der Insel Usedom zu Gast und in insgesamt drei Konzerten zu erleben. Am Samstag spielt sie mit dem Baltic Youth Philharmonic unter der Leitung von Neeme Järvi das Violinkonzert d-Moll op. 47 von Jean Sibelius. Nach der Pause wird das Orchester, bestehend aus hochtalentierten Studenten der gesamten Ostseeregion, das Publikum mit der Symphonie Nr. 4 c-Moll op. 12 von Sergej Tanejew überraschen. Einst Meisterschüler von Peter Tschaikowsky, erlangte er durch seine pädagogische Tätigkeit große historische Bedeutung. Zu seinen Schülern zählen u.a. Sergej Rachmaninow, Alexander Skrjabin und Nikolai Medtner.
Mit dem Konzert in Peenemünde geht die beeindruckende dritte Saison des Baltic Youth Philharmonic zu Ende. Zusammen mit Musikdirektor Kristjan Järvi begeisterte das Orchester im Juli und August in Konzerthäusern in Berlin, Danzig, Kopenhagen, Pärnu, Riga sowie St. Petersburg, wo die 105 Musiker zusätzlich open-air vor dem Russischen Museum auftraten.
Am Sonntag, 26. September, eröffnet der lettische Kulturminister und Klarinettist Ints Dalderis um 12 Uhr in der Villa Irmgard, Heringsdorf, eine Fotoausstellung zur Konzerttradition des Kur- und Badeortes Jurmala bei Riga, die bis zum Ende des Festival zu sehen ist. Ints Dalderis ist in Europa der einzige Kulturminister, der sein politisches Amt mit einer erfolgreichen Konzerttätigkeit verbindet. Im August diesen Jahres war er mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter der Leitung von Andris Nelsons auf Europa-Tournee. Die zweite festivalbegleitende Ausstellung wird um 15 Uhr mit dem Bläserquintett des Baltic Youth Philharmonic eröffnet. Zu sehen sind Werke des lettischen Landschaftsmalers Johannes Walter Kurau und dessen Schülern Otto Maningk und Karen Schacht, die zu den wichtigsten Usedomer Malern zählen.
Anlässlich des 200. Geburtstages von Fryderyk Chopin widmet sich das auf der deutsch-polnischen Insel beheimate Festival in mehreren Veranstaltungen dem polnischen Komponisten und Klaviervirtuosen. Am Sonntag, 26. September, 20 Uhr (Kaiserbädersaal im Forum Usedom, Heringsdorf) wird der ECHO-Preisträger und international gefeierte Pianist Boris Berezovsky Chopinsche Klavierwerke mit Kompositionen von Nikolai Medtner programmatisch verbinden. Zuvor gibt Musikkritiker und Feuilletonist der Süddeutschen Zeitung, Prof. Dr. Joachim Kaiser, im Gespräch mit Dr. Manfred Osten Einblicke in das Wirken und Leben Chopins. (17 Uhr, Maritim Hotel, Heringsdorf)
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Weitere Informationen:
Das Baltic Youth Philharmonic ist eine gemeinsame Initiative des Usedomer Musikfestival und der Nord Stream AG. Das Orchester wurde 2008 gegründet, um dem Ostseeraum einen Klang zu geben: A New Voice in the North. www.baltic-youth-philharmonic.org
Usedomer Musikfestival
Wie die Ostsee klingt, kann man seit 1994 auf der Insel Usedom hören. Jedes Jahr im Spätsommer widmet sich das Usedomer Musikfestival dem Kulturraum rund um die Ostsee und stellte die Musikszene von Russland, Polen, den baltischen Staaten, Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark sowie des ehemaligen Preußens vor. Solisten wie Mstislaw Rostropowitsch, Gidon Kremer, Olli Mustonen, Nina Stemme, Bo Skovhus sowie Jan Garbarek und das Esbjörn Svensson Trio begeisterten ihre Zuhörer. Die Peenemünder Konzerte, u. a. mit dem NDR Sinfonieorchester, zählen zu den Höhepunkten der jährlich über 40 Veranstaltungen. Vom 25. September bis 16. Oktober 2010 wird das musikalische und kulturelle Leben Lettlands die Veranstaltungen prägen. www.usedomer-musikfestival.de
Nord Stream AG
Die Nord Stream AG ist sich ihrer ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Verantwortung bewusst. Das Unternehmen steht für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung im Energiebereich sowie für Umweltschutz und Kulturförderung in der gesamten Ostseeregion. Die Nord Stream AG ist Mitbegründer und Förderer des Baltic Youth Philharmonic, einem Orchester, das junge Musiktalente aus allen Ostseeanrainerstaaten zusammenbringt und die kulturelle Vielfalt der Region unterstützt. Das Unternehmen ist ein internationales Joint Venture, das zur Planung, zum Bau und zum anschließenden Betrieb einer Erdgaspipeline, die Russland und die Europäische Union durch die Ostsee verbindet, gegründet wurde. www.nord-stream.com
Junges Usedomer Musikfestival 4you
Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche mit Unterstützung der Achterkerke-Stiftung
Spezielle Ticketpreise für junge Zuhörer
Seebad Ahlbeck, 17. September 2010
Pressemitteilung
Kinder und Jugendliche für Musik zu begeistern und ihnen die Faszination des Musizierens näher zu bringen, ist seit vielen Jahren Anliegen des Usedomer Musikfestivals. In der 17. Saison warten über zehn spezielle Veranstaltungen auf neugierige junge Ohren. Zum ersten Mal produziert das Festival einen Flyer mit entsprechendem Plakat für Jugendliche, der alle Angebote zusammenfasst und die Bandbreite der Aktivitäten zeigt. Unterstützung erhält das Junge Usedomer Musikfestival 4you von der Achterkerke-Stiftung und dem NDR Medienpartner. In Ahlbeck präsentierten heute Thomas Hummel und Heinz-Egon Achterkerke die Flyer, die in allen Schulen auf der Insel Usedom verteilt werden.
Andreas Peer Kähler begeistert mit Schulprojekten sein junges Publikum bereits zum sechsten Mal. Er unternimmt mit den Kindern und Jugendlichen musikalische Abenteuer und geht auf spannende Entdeckungsreise in die Welt der klassischen Musik. In diesem Jahr bringen zwei Pianisten, eine Cellistin und ein Erzähler das Leben von Robert Schumann auf die Bühne. Zu erleben ist das Projekt, bei dem Mitmachen natürlich erlaubt ist, in der Kirche Benz (11.10., 9 Uhr für das Kinderhaus Himmelschlüsselchen und die Grundschule), in der Kirche Ahlbeck (11.10., 11 Uhr für die Kooperative Gesamtschule), in der Heinrich-Heine Schule Karlshagen (12.10., 9 Uhr) und in der Freien Schule Zinnowitz (13.10., 11 Uhr).
In Schulkonzerten geben Studenten des Meisterkurses von David Geringas im Schloss Stolpe Kostproben ihrer erarbeiteten Werke. Sie kommen am 1.10., jeweils 10 Uhr, in die Grundschulen in Usedom und Świnoujście. Schlaue Tipps von Künstlern, die beim Usedomer Musikfestival auftreten, bekommen junge Musiker in Workshops in Świnoujście (4.10.) und Wolgast (11.10.).
Erfolgreiche Preisträger des Bundeswettbewerbes „Jugend musiziert“ aus Mecklenburg-Vorpommern sind am 9.10., 15 Uhr, im Kulturhof Mölschow zu hören. Im Familienkonzert im Theater „Blechbüchse“ in Zinnowitz zeigen 40 junge Mädchen des Cantus-Chores, wie viel Freude das gemeinsame Singen macht und wie vielfältig der Liederschatz der Letten ist. Nicht ohne Grund gelten sie als musikalische Visitenkarte des baltischen Staates. Für beide Konzerte zahlen Schüler und Studenten nur 8 bzw. 4€. Zudem ist eine Familienkarte für Eltern und deren Kinder zum Preis von 17€ erhältlich.
Junge Künstler aus der Ostseeregion eröffnen am 25.09. das 17. Usedomer Musikfestival in Peenemünde. Das Baltic Youth Philharmonic und Baiba Skride sind unter der Leitung von Neeme Järvi zu erleben. Zudem interpretiert der NDR Chor Werke der lettischen Komponisten Jaszeps Vitols und Peteris Vasks, der in diesem Jahr composer in residence des Festivals ist. Auch für dieses Konzert erhalten Schüler und Studenten Tickets für 8 bzw. 4€. Für alle anderen Konzerte erhalten Schüler und Studenten eine Ermäßigung von 50%.
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Angela Merkel übernimmt Schirmherrschaft über das Eröffnungskonzert des 17. Usedomer Musikfestivals
Seebad Ahlbeck, 13. September 2010
Pressemitteilung
Bundeskanzlerin Angela Merkel übernimmt „sehr gerne die Schirmherrschaft über das Eröffnungskonzert des 17. Usedomer Musikfestivals“, teilte das Büro der Kanzlerin mit. Zum ersten Mal ist es dem Festival gelungen, einen deutschen Regierungschef für eine Schirmherrschaft zu gewinnen. Vergangenen Mittwoch sprach Kanzlerin Merkel bei einem Besuch in Riga mit dem lettischen Premierminister Valdis Dombrovskis, ebenfalls Schirmherr des Eröffnungskonzertes, über die bislang umfangreichste Präsentation der Musiknation Lettland im Ausland beim Usedomer Musikfestival.
Im Kraftwerk des Museums Peenemünde werden der NDR Chor unter der Leitung von Philipp Ahmann, artist in residence Baiba Skride sowie das Baltic Youth Philharmonic unter der Leitung von Neeme Järvi das 17. Usedomer Musikfestival eröffnen. Der NDR Chor wird zwei lettische Werke interpretieren: „Schloss des Lichtes“ von Jazeps Vitols und „Plainscapes“ von Peteris Vasks, composer in residence des Usedomer Musikfestivals 2010.
Wie bereits im vorigen Jahr ist der Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern Erwin Sellering Schirmherr des gesamten Usedomer Musikfestivals, das bis zum 16. Oktober neben lettischen Komponisten und Interpreten auch den 200. Geburtstag von Fryderyk Chopin in den Mittelpunkt der Konzertreihe rücken wird.
Weitere Persönlichkeiten übernahmen bisher Schirmherrschaften über das Festival bzw. einzelne Konzerte. Unter ihnen befinden sich Dirigent Kurt Masur, Harald Ringstorff (bis 2008 Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern), der ehemalige Vizepräsident der Europäischen Kommission Günter Verheugen sowie alle Botschafter der Ostseeregion in Deutschland. Darüber hinaus unterstrichen die Besuche von I.M. Königin Silvia von Schweden, S.K.H. Prinzgemahl Henrik von Dänemark, Michail Gorbatschow sowie den ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau und Horst Köhler den Gedanken eines vereinten Europas in Frieden – ein symbolisches Zeichen, das besonders von den Konzerten in Peenemünde in die Welt getragen wird.
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Premierminister Lettlands besucht Eröffnungskonzert des 17. Usedomer Musikfestivals
Erstmaliger Besuch eines ausländischen Premierministers auf der Insel Usedom
Seebad Ahlbeck, 6. September 2010
Pressemitteilung
Der Premierminister der Republik Lettland, Valdis Dombrovskis, wird am 25. September das Eröffnungskonzert des 17. Usedomer Musikfestivals in Peenemünde, gestaltet vom Baltic Youth Philharmonic und dem NDR Chor, besuchen. Dies bestätigte heute das Büro des Premierministers in Riga. Für die Insel ist es das erste Mal, dass ein Premierminister zu Gast sein wird. Mit der Anwesenheit des Premierministers beim Eröffnungskonzert würdigt dieser den diesjährigen lettischen Programmschwerpunkt. Es ist die bislang umfangreichste Präsentation der Musiknation Lettland im Ausland. Dieser Besuch unterstreicht die kulturelle Attraktivität der Insel Usedom und des Landes Mecklenburg-Vorpommern weit über die Landesgrenzen hinaus.
Unter dem Motto „Lettland – durch Musik zur Welt gebracht“ zeigt sich bis zum 16. Oktober in über 40 Veranstaltungen der musikalische Reichtum des baltischen Staates, der durch die „Singende Revolution“ seine Unabhängigkeit erlangte. International angesehene Künstler wie Gidon Kremer und die Kremerata Baltica, Baiba, Lauma und Linda Skride, der Bassbariton Egils Silins, die Organistin Iveta Apkalna, der Pianist Vestard Shimkus sowie der Lettische Rundfunkchor interpretieren u. a. Werke von Schumann und Brahms und stellen berühmte Komponisten ihrer Heimat vor, wie Jazeps Vitols und den composer in residence Peteris Vasks.
Eröffnet wird das Musikfestival am 25. September in Peenemünde mit Baiba Skride als artist in residence und dem Baltic Youth Philharmonic. Das einzigartige nord-osteuropäische Orchesterprojekt wurde 2008 vom Festival und der Nord Stream AG gegründet und vereint hochbegabte Studenten aus allen zehn mit der Ostsee verbundenen Staaten. Mit unbändiger Freude am Musizieren rissen die jungen Musiker das Publikum in dieser Saison in Danzig, Kopenhagen, Pärnu, Riga, im Mariinsky Konzertsaal St. Petersburg und im Berliner Konzerthaus zu Beifallsstürmen hin. Zum Eröffnungskonzert des diesjährigen Usedomer Musikfestivals vertraut Musikdirektor Kristjan Järvi die Leitung des Orchesters seinem berühmten Vater, Neeme Järvi, an.
Den Abschluss am 16. Oktober, ebenfalls in Peenemünde, bildet ein Konzert mit dem NDR Sinfonieorchester unter der Leitung des jungen Dirigenten Teodor Currentzis. Solist ist Lettlands erfolgreichster junger Pianist Vestard Shimkus.
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Festivalbesucher helfen Musikschulen in Wolgast und Swinemünde mit 2000 Euro
Usedomer Musikfestival überreicht Erlös der Initiative „Musikschultaler“
Seebad Ahlbeck, 2. September 2010
Pressemitteilung
Insgesamt 2000 Euro kamen während des 16. Usedomer Musikfestivals im vergangenen Jahr Dank der Festivalinitiative „Musikschultaler“ zusammen. Der „Musikschultaler“ ist eine freiwillige Zahlung beim Kauf einer Festivalkarte und kommt der Kreismusikschule Ostvorpommern in Wolgast sowie der Musikschule in Swinemünde zugute. Im Namen des Usedomer Musikfestivals bedankt sich Intendant Thomas Hummel bei den zahlreichen Konzertbesuchern, die diese Summe ermöglicht haben. Für das Festival ist es ein wichtiges Anliegen deutsche und polnische Institutionen zu unterstützen, die Kreativität von Kindern und Jugendlichen fördern und ihnen Freude an Musik vermitteln. Die Vorstandsmitglieder des Fördervereins Usedomer Musikfreunde, Petra Bensemann und Detlef Wagner, überreichen heute, 11 Uhr, vor dem Festivalbüro in Ahlbeck einen symbolischen Scheck über 1000 Euro an die Wolgaster Musikschuldirektorin Marika Guddat. Die weiteren 1000 Euro erhält die Musikschule Swinemünde in den nächsten Tagen.
Die Direktorin der Kreismusikschule Ostvorpommern, Marika Guddat, freut sich sehr über die Summe, mit der sie die Notenbibliothek der Musikschule erweitern möchte, auf die Schüler und Lehrer Zugriff haben. Die Anschaffung von Notenmaterial ist für die Eltern zusätzlich zu den Unterrichtsgeldern eine finanzielle Belastung, da Noten kopiergeschützt sind. Mit einer besser ausgestatteten Bibliothek können Schüler und Lehrer effizienter und bequemer arbeiten.
Der Musikschultaler ist auch in diesem Jahr eine freiwillige Zahlung zu den erworbenen Tickets für das 17. Usedomer Musikfestival. Mit 20 Cent pro Karte kann man die Musikschulen in Wolgast und Swinemünde weiterhin unterstützen.
Karten und Informationen unter 038378.34647 sowie auf den Internetseiten: www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
Karten sind außerdem bei zahlreichen Ticketonline-Vorverkaufsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie www.ticketonline.com erhältlich.
Festivalstimmung schon im Sommer
David Geringas stimmt mit dem Konzert am 21. August in Heringsdorf auf das 17. Usedomer Musikfestival ein
Seebad Ahlbeck, 12. August 2010
Pressemitteilung
Mit dem Sonderkonzert am 21. August um 20 Uhr im Kaiserbädersaal im Forum Usedom in Heringsdorf wird die Vorfreude auf den Beginn des Usedomer Musikfestivals geschürt. David Geringas, der sich beim Musikfestival schon heimisch fühlt und ein langjähriger Freund der Veranstaltungsreihe ist, wird zusammen mit dem Schleswig-Holstein Festival Orchester den Abend gestalten.
Für die Intendanten der beiden Musikfestivals, Thomas Hummel (Usedomer Musikfestival) und Rolf Beck (Schleswig-Holstein Musik Festival) ist dieses Konzert, unterstützt von den Kaiserbädern, bereits die dritte Kooperation nach den erfolgreichen Sommerkonzerten 2008 und 2009 mit dem Tenor Christoph Prégardien und dem Geiger Frank-Peter Zimmermann. Die Zusammenarbeit mit Europas größtem Festival für Klassische Musik, dem Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF), ist für das Usedomer Musikfestival, eine hervorragende Möglichkeit, sich einem noch breiteren kulturinteressierten Publikum zu präsentieren und die Attraktivität der Insel weiter zu steigern.
Mit David Geringas ist in diesem Jahr einer der vielseitigsten Musiker unserer Zeit zu erleben, der mit nahezu allen großen Orchestern der Welt und den erfolgreichsten internationalen Solisten konzertiert hat. Was ihn als Cellist und Dirigent besonders auszeichnet, ist nicht nur sein breites Repertoire, das vom frühen Barock bis zur zeitgenössischen Musik reicht, sondern sein großes Engagement für russische und litauische Komponisten der Avantgarde. Von 1963 bis 1973 studierte David Geringas am traditionsreichen Moskauer Konservatorium bei Mstislaw Rostropowitsch, der mit einer legendären Aufführung von Brittens War Requiem beim Usedomer Musikfestival das erste Peenemünder Konzert gab.
Am 21. August interpretieren David Geringas und das Schleswig-Holstein Festival Orchester u.a. Schumanns Cello-Konzert sowie die Kammersinfonie für Streichorchester 11a und das Virtuosenstück Pezzo capriccioso für Violoncello und Orchester von Peter Tschaikowsky.
Im September 2010 wird David Geringas bereits zum sechsten Mal einen Meisterkurs auf Schloss Stolpe innerhalb des Usedomer Musikfestivals geben. Als Solist ist der Cellist dann nicht nur in Stolpe zu erleben, sondern auch am 3. Oktober in der Wolgaster St. Petri Kirche. Vom 25. September bis 16. Oktober steht die Musikszene Lettlands im Mittelpunkt der 17. Festivalsaison.
Karten und Informationen unter 038378.34647 sowie auf den Internetseiten: www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de
Karten sind außerdem bei zahlreichen Ticketonline-Vorverkaufsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie www.ticketonline.com erhältlich. OZ-Abonnenten erhalten 20% Rabatt auf Tickets für das Sonderkonzert im Vorverkauf.
Lettland – durch Musik zur Welt gebracht
Gidon Kremer und Baiba Skride präsentieren zum 17. Usedomer Musikfestival vom 25.09.-16.10.2010 die lettische Musiknation
Seebad Ahlbeck, 7. Mai 2010
Pressemitteilung
Das diesjährige Usedomer Musikfestival steht vom 25. September bis zum 16. Oktober unter dem Motto „Lettland – durch Musik zur Welt gebracht“. In über 40 Veranstaltungen zeigen sich der Reichtum, die Qualität und die tiefe Verwurzelung der musikalischen Tradition des baltischen Staates, der durch die Singende Revolution seine Unabhängigkeit erlangte. „Künstler des Landes wie Gidon Kremer und die Kremerata Baltica, Baiba, Lauma und Linda Skride, Bassbariton Egils Silinš, Organistin Iveta Apkalna, Pianist Vestards Šimkus sowie der Lettische Rundfunkchor prägen die internationale Musikszene und sind zum Usedomer Musikfestival zu erleben“, so Intendant Thomas Hummel auf der heutigen Pressekonferenz. Bewegt zeigt sich auch S.E. Ilgvars Kļava, Lettischer Botschafter in Deutschland: „Musik half den Letten zur Bewahrung der Identität und ist Ausdruck des lettischen nationalen Charakters, der Seele und des eigenen Stils.“ Auf der deutsch-polnischen Insel Usedom beheimatet, widmet sich das Festival in diesem Jahr zusätzlich dem 200. Geburtstag von Fryderyk Chopin in Veranstaltungen mit den bemerkenswerten Pianisten Boris Berezovsky und Ewa Kupiec sowie Musikkritiker und Schriftsteller Joachim Kaiser. Den diesjährigen Preis des Usedomer Musikfestivals, gefördert von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, erhält das Almandin Quartett.
Eröffnet wird das Usedomer Musikfestival am 25. September in Peenemünde mit dem vom Festival und der Nord Stream AG 2008 gegründeten Baltic Youth Philharmonic. Zum ersten Mal vertraut Gründungsdirigent und Musikdirektor Kristjan Järvi die Leitung des Orchesters seinem berühmten Vater, Neeme Järvi, an. Solistin ist die Geigerin Baiba Skride, artist in residence. Die talentierten Studenten aller zehn Ostseenationen interpretieren Werke von Sibelius, Tschaikowsky und des diesjährigen composer in residence, Peteris Vasks. Das zweite Peenemünder Konzert am 16. Oktober, mit Werken von Tschaikowsky und Beethoven, bildet den Abschluss der Musiklandsaison 2010. Teodor Currentzis leitet das NDR Sinfonieorchester. Solist ist Lettlands erfolgreichster junger Pianist Vestards Šimkus, der zudem einen Klavierabend mit lettischen Kompositionen geben wird.
Die Vielfalt der lettischen Musikszene versucht das von Intendant Thomas Hummel und Dramaturg Jan Brachmann zusammengestellte Programm so weitreichend wie nur möglich abzubilden: Von Klassik bis Moderne, von Alter Musik bis zu Lettischem Flamenco. Als artist in residence zeigt sich Baiba Skride in der ersten Festivalwoche als Solistin im Eröffnungskonzert und als passionierte Kammermusikerin: im Duo mit ihrer Schwester Lauma (Klavier) und im Quartett, komplettiert durch ihre Schwester Linda (Viola) und Julian Steckel (Violoncello). Die letzte Woche wird von Gidon Kremer und der Kremerata Baltica, dem diesjährigen ensemble in residence, bereichert. Dieses Kammerorchester eroberte die Klassikszene im Sturm, wurde mit Auszeichnungen geehrt und tourt erfolgreich in Konzerthäusern und auf Festivals weltweit. Das von Gidon Kremer gegründete Ensemble mit Musikern aus dem Baltikum beeindruckt durch interpretatorische Qualität und immer wieder spannende, raffinierte Programmgestaltung. Zum Usedomer Musikfestival darf man auf zwei Abende (13. und 14. Oktober) gespannt sein.
Lettland als Nation des Gesanges mit einem Volksliederschatz von 1.2 Millionen Texte und 30 000 Melodien setzt solistisch wie chorisch internationale Maßstäbe. Zum Musikfestival wird Egils Silinš, der erfolgreichste Bassbariton des Landes, der auf Bühnen in Wien, New York und Mailand bejubelt wird, einen Liederabend gestalten (8.10.). Der Lettische Rundfunkchor und der Mädchenchor „Cantus“ vervollständigen die Gesangssparte. Für einen weiteren Höhepunkt sorgt das lettisch-dänische Bläserenemble „Carion“, das seinem Publikum mit einzigartiger Performance einen neuen Zugang zum klassischen Repertoire für Bläserquintett ermöglicht. Zwei Ausstellungen „Konzerttradition an der Ostsee“ und „Malerisches Lettland“ sowie ein Vortrag zur Musikkultur des baltischen Staates runden den Lettland-Schwerpunkt ab.
Eine besondere Gewichtung innerhalb des Festivalprogramms erhält Fryderyk Chopin. Im Jahr seines 200. Geburtstages ist es für das Usedomer Musikfestival auf der deutsch-polnischen Insel ein besonderes Anliegen den polnischen Komponisten und Pianisten zu würdigen. Als Pianist wurde er von seinen Zeitgenossen als vollkommener Virtuose mit überschwänglichem Lob bedacht – als Komponist für seine harmonische Kühnheit bewundert. Boris Berezovsky, zweifacher ECHO-Preisträger, interpretiert die Klavierwerke im Sinne Chopins: mit brillanter Technik, feiner Durchsichtigkeit und zurückhaltender Grazie. Am 26. September ist er in Heringsdorf zu erleben. Zuvor wird sich Feuilletonist Joachim Kaiser im Gespräch mit Manfred Osten dem Leben und Wirken des Komponisten nähern. Chopin schrieb seine Klavierkonzerte in jungen Jahren und führte sie im kleinen Kreise auf. Diese Tradition greift Ewa Kupiec im Konzert am 30. September in der Swinemünder Christuskirche auf: zu hören sind die Fassungen für Klavier und Streichquartett. Elemente der polnischen Volksmusik nahm Chopin kunstvoll auf. Er spielt mit der Rhythmik und lässt aus den Mazurken Charakterstücke entstehen. Pianist Nils Henrik Asheim geht am 2. Oktober in Heringsdorf einen Schritt weiter und zaubert mit Klangfarben und Rhythmen der Zigeunermusik ein einzigartiges Mazurka-Programm. Eine Premiere ist am 5. Oktober, ebenfalls in Heringsdorf, zu erleben. Der ungarische Pianist Gergely Bogányi wird das gesamte Chopinsche Klavierwerk auswendig vorbereiten und nach Wunsch des Publikums den Abend gestalten. Einen Tag später wird er mit der Polnischen Kammerphilharmonie in Swinemünde gastieren. Darüber hinaus liest Eva Gesine Bauer am 6. Oktober aus ihrer in diesem Jahr erschienen Biografie des Jubilars.
Die Chopin-Programmatik ist Teil des Projektes „Grenzklänge“, mit dem das Festival die deutsch-polnische Zusammenarbeit vertieft und den kulturellen Austausch auf der Insel Usedom fördert. Ergänzt werden die „Grenzklänge“ mit Workshops, einer Exkursion zum Szczeciner Schloss (7. Oktober), und einem Gottesdienst.
Traditionelle Veranstaltungen wie das Jazz-Konzert auf der „Adler Vineta“, die Musikalische Inselrundfahrt und die Synagogenrundfahrt lassen sich auch 2010 im Programm finden. Außerdem lädt das Usedomer Musikfestival traditionell den Preisträger von Young Concert Artists ein. Auch die etablierten Veranstaltungen für Familien, Kinder und Jugendliche werden 2010 mit Familienkonzerten, Schulprojekten und Workshops, u.a. unterstützt vom NDR und der Achterkerke Stiftung, fortgesetzt. Bereits zum 6. Mal gibt David Geringas einen Meisterkurs für Violoncello und Kammermusik im Schloss Stolpe.
In Kooperation mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival veranstaltet das Usedomer Musikfestival 2010 zum dritten Mal ein Sonderkonzert im Sommer (21. August, Heringsdorf). David Geringas leitet das Schleswig-Holstein Festival Orchester und tritt zudem als Solist auf.
Weitere Informationen zum Festival und Kartenbuchungen unter der Telefonnummer 038378.34647 oder auf den Internetseiten: www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de und bei zahlreichen Ticketonline-Vorverkaufsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

pm_2011_saison_2012.rtf - 46 kB
pm_2011_f12_sinfoniekonzert_swinemuende.doc - 190 kB